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Ruhpoldinger sind faschingsmüde

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Ruhpolding – Seit Jahrzehnten sind die Wetzstoana in Ruhpolding Garanten dafür, dass sich im Ort am Faschingssonntag etwas rührt. Was haben sie nicht schon alles an den närrischen Tagen auf die Haxen gestellt: Wildeste Faschingshochzeiten, akrobatische Faschingsspringen und Riesenslaloms, urige Fahnenfeste oder auch rasante Bulldog-Rennen.


Außerdem sind sie Herausgeber der berüchtigten Ruhpoldinger Faschingszeitung. Doch heuer ist erstmals Schluss damit: Die Macher um Präsident Ludwig Schuhbeck legen eine schöpferische Pause ein. »Das hat aber nichts damit zu tun, dass uns nichts mehr eingefallen wäre,« betont Präsident Schuhbeck, der auch im örtlichen Gemeinderat sitzt. Und schiebt mit einem Augenzwinkern gleich nach: »Wir hätten schon noch einige Themen aufzuarbeiten.«

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Jedoch hatte sich in der letzten Zeit im Ort eine gewisse Faschingsmüdigkeit bemerkbar gemacht, ein schleichender Prozess, der auch den Wetzstoanern nicht verborgen blieb. Letztlich ausschlaggebend für den Entschluss aber war die Enttäuschung im vergangenen Jahr, als ihrem Ruf nur noch ein kleines Häufchen Maschkera-Fans in den Postsaal folgte. »Da waren mehr Musikanten da als Gäste«, erinnert sich Ludwig Schuhbeck.

Wie viele Ruhpoldinger ist auch er der Meinung, dass die Biathlontage im Januar mit dem großen Angebot an Events und Geselligkeit der Ersatz für den Fasching geworden sind. »Die Leute haben dann irgendwann mal genug«, meint der Präsident verständnisvoll.

Kranzl im Dorfstadl findet morgen aber statt

Doch ganz ohne Trubel geht es bei den Wetzstoanern dann doch nicht: Am morgigen Samstag veranstalten sie ihr traditionelles Wetzstoa-Kranzl im Dorfstadl, zu dem die bekannte Band »SÖÖR« aufspielt. Beginn ist um 20 Uhr. ls