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Ruhpolding setzt Schlusspunkt im Förderprogramm Leader

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Der neue Zuwendungsbescheid für die Leader-Folgephase wurde nun in Ruhpolding übergeben. Davon können 13 Gemeinden aus dem Chiemgau profitieren. Bei der Übergabe dabei waren (von links). Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler, Leader-Manager Sebastian Wittmoser, Vorsitzender der LAG Chiemgauer Alpen Thomas Kamm (Bürgermeister von Siegsdorf) und LAG-Manager Kolja Zimmermann. (Foto: Wegscheider)

Ruhpolding – Die Einweihung des Wanderausgangspunkts »Staudigelhütte« im Urschlauer Tal markierte den letzten Schritt zur »Wanderregion Chiemgauer Alpen« im Gemeindegebiet Ruhpolding. Bürgermeister Claus Pichler zeigte sich mit seinen Mitarbeitern Martin Hasslberger, Herbert Ringsgwandl und Josef Eder sehr erfreut, mit diesem Schritt das Großprojekt der EU-Förderperiode 2007 bis 2014 abgeschlossen zu haben.


Unter Federführung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Chiemgauer Alpen hatte Ruhpolding mit den Nachbargemeinden Bergen, Siegsdorf, Inzell und Reit im Winkl 2009 ein Leader-Projekt bei der EU eingereicht. Ziel war die gemeinsame Überarbeitung des Wander-Routen-Netzes, die Entwicklung eines Wanderportals mit Vermarktungsoberfläche, die Verbesserung der Wanderwege mit einheitlicher Beschilderung sowie die Erstellung neuer Wanderkarten und Wanderausgangspunkten.

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Der Wanderausgangspunkt »Staudigelhütte« nahe der historischen Glockenschmiede markiert einen von sieben Informationspunkten der Gemeinde. Neben zwei Wanderkarten werden alle vom Ausgangspunkt beginnenden Wander-Routen übersichtlich dargestellt. »Auf zusätzlichen Informationstafeln zu Wissenswertem erhalten Gäste und Einheimische darüber hinaus erstmals interessante Hintergrundinformationen zum örtlichen Wandergebiet und können sich letztlich auch besser orientieren«, so LAG-Manager Kolja Zimmermann.

Dazu hatten die Ruhpoldinger Touristiker Interessantes zu Land und Leuten im Urschlauer Tal zusammengetragen und textlich und mit Bildern aufbereitet. Neben Interessantem zur Almwirtschaft finden sich Hinweise zum ehemaligen Steinbruch und Abbau von Ruhpoldinger Marmor wie auch zur historischen Glockenschmiede und dem Märchenwald. Auch am Bibelöder Steg, dem Parkplatz Egglbrücke, dem Holzknechtmuseum in der Laubau sowie den Wanderparkplätzen am Seehaus stehen derartige Informationstafeln, so Martin Hasslberger.

Sebastian Wittmoser, Leader-Manager vom Landwirtschaftsamt Rosenheim, gratulierte der Gemeinde zum Abschluss des Projektes und lobte die gelungene Aufbereitung der Informationen am Wander-Ausgangspunkt. Erstmals sei es in einer großen bayerischen Tourismusdestination geglückt, das regional schlummernde Potenzial einheitlich und attraktiv aufzubereiten und damit Urlauber, Tagesgäste wie auch Einheimische für die Region zu gewinnen«. Aufgrund dieser Tatsache wurden auch gerne 50 Prozent der Kosten über Leader gefördert, sagte er.

Weiter übergab Wittmoser an den Vorsitzenden der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Chiemgauer Alpen, Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm, die »Zusage zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn« für das LAG-Management der Leader-Förderphase 2015 bis 2020. Nachdem der LAG Ende Mai alle Bestimmungen für die Antragstellung vorlagen, hatte Kamm den Antrag Ende letzter Woche in Rosenheim eingereicht. Sichtlich erfreut über die schnelle‚Zusage zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn nahmen Kamm, Vorstandsmitglied Claus Pichler sowie LAG-Geschäftsführer Kolja Zimmermann den Bescheid nun von Sebastian Wittmoser entgegen.

Zügig wolle man nun das LAG-Management besetzen, um in die neue Förderphase einzusteigen, so Kamm. Vor allem die neu eingetretenen Gemeinden wollten schnell Projekte umsetzen. So wollten noch im Juli die Gemeinden Aschau, Bergen, Marquartstein, Inzell, Schleching, Surberg, Traunstein, Vachendorf, Siegsdorf, Ruhpolding, Reit im Winkl, Unterwössen und Staudach-Egerndach Start-Projekte aus der Entwicklungsstrategie zur Antragsreife bringen. hw