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Ruhiger Jahreswechsel für die Feuerwehren im Landkreis

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In Traunstein blieb in der Silvesternacht fast alles ruhig. Nur die Feuerwehr Haslach musste zu einem Mülleimerbrand ausrücken. Ansonsten konnten alle das Feuerwerk über der Stadt genießen – so auch unser Leser Franz Baumann, der dieses Foto geschickt hat.

Traunstein - Über einen insgesamt ruhigen Jahreswechsel mit nur fünf Einsätzen wegen Kleinbränden konnten sich die Feuerwehren im Landkreis Traunstein freuen. Vor Mitternacht bis zum Jahreswechsel blieben die Piepser und Alarmgeber gänzlich stumm, erst in den ersten Stunden des neuen Jahres beschäftigte kleinere Brände die Wehren in Haslach, Heiligkreuz, Grassau, Reit im Winkl und Traunreut.


Den ersten Einsatz des neuen Jahrs hatte die Feuerwehr Heiligkreuz. Um 0:28 Uhr wurden die Floriansjünger dort aus der Neujahrsfeier gerissen. Im Ortsteil Deinting brenne eine Hecke, hieß es in der Alarmmeldung an die Feuerwehr. Kreisbrandmeister Josef Egginger war als Erster vor Ort und konnte sofort Entwarnung geben. Das Feuer wurde vom Eigentümer bereits weitgehend gelöscht, die Feuerwehr Heiligkreuz, die mit 18 Einsatzkräften angerückt war, wässerte die Thujenhecke noch einmal kräftig ein und nach nur wenigen Minuten war der Einsatz bereits beendet. Die Polizei Trostberg vermutet einen fehlgeleiteten Feuerwerkskörper als Auslöser des Brands. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist gering.

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Zehn Minuten später wurde die Feuerwehr Grassau zu einem Einsatz gerufen. »Unklare Rauchentwicklung« nahe dem Ortsteil Mauthhäusl. Dort wurde im Freien ein Schwedenofen eingeheizt, an dem sich Feiernde wärmen konnten. Der Ofen verursachte die Rauchschwaden. Das Feuer wurde gelöscht und die Wehr konnte nach kurzer Zeit wieder abrücken.

»Brennender Unrat in der Dorfmitte« – so lautete gegen 0:45 Uhr die Alarmmeldung für die Feuerwehr Reit im Winkl. Am Kirchplatz hatten Unbekannte die Verpackung von Feuerwerkskörpern auf der Straße in Brand gesteckt. Beim Eintreffen der Feuerwehr war von den Verursachern niemand mehr zu sehen und bislang auch nicht ausfindig zu machen. Die Floriansjünger löschten den Kleinbrand ab und kehrten zum Gerätehaus zurück.

Die Aktiven der Feuerwehr Haslach wurden um 1.13 Uhr vom Alarm der Integrierten Leitstelle Traunstein zu einem brennenden Mülleimer an der Rupertistraße gerufen. Die Beamten einer Polizeistreife, die ebenfalls zum Brandort geeilt waren, konnten den Kleinbrand kurz vor Eintreffen der Feuerwehr löschen. Die Floriansjünger erledigten mit Nachlöscharbeiten das Übrige. Weiterer Sachschaden entstand nicht.

Der fünfte und letzte Kleinbrand des Neujahrsmorgens beschäftigte die Floriansjünger in Traunreut. Die Wehr rückte um 2:48 Uhr aus, um einen Brand in einem Müllcontainer zu löschen. Verletzt wurde niemand. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist noch unklar.

Zu einer technischen Hilfeleistung musste die Feuerwehr Matzing kurz vor 2 Uhr ausrücken. In einem Wohnhaus an der Bahnhofstraße hatte eine ältere Person über ihr Hausnotruf-Gerät einen Alarm ausgelöst. Da der Rettungsdienst nicht in die Wohnung gelangen konnte, wurden die Floriansjünger zur Unterstützung gerufen. Sie öffneten die Haustüre und sorgten für einen freien Zugang des Rettungsdiensts zum Hilfesuchenden.

Einen kuriosen Einsatz hatte die Feuerwehr Traunstein am vorletzten Tag des alten Jahres. Um 12.40 Uhr wurde die Einsatzmannschaft zu einem abgestellten Auto am Empfinger Hohlweg beordert, in dem sich eine bewusstlose Person befinden soll. Die Feuerwehr müsse das Fahrzeug öffnen, damit der Rettungsdienst helfen könne, so die Einsatzanforderung. Der BRK-Rettungsdienst traf wenige Minuten vor den Floriansjüngern am vermeintlichen Einsatzort ein und konnte Entwarnung geben. In dem Auto hielten zwei Personen ein Mittagsschläfchen. Beide waren wohlauf und sichtlich überrascht, als ihr sonnig-wohliger Schlafplatz von Einsatzkräften des Rettungsdienstes und der Feuerwehr umringt war. pv