weather-image

Rührig, aber unaufgeregt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Franz Huber ist seit der Gründung der Vorsitzende des Vereins für Heimatpflege Kirchanschöring-Lampoding. (Foto: Albrecht)

Kirchanschöring. Das Jubiläumsfest passte zum Verein: Rührig, aber unaufgeregt beging der Verein für Heimatpflege Kirchanschöring-Lampoding sein 25-jähriges Bestehen – wo sonst als auf dem Bauernhofmuseum in Hof, dort wo auch Franz Huber lebt, der seit der Gründung Vorsitzender des Vereins ist.


Mit einem Gottesdienst in der Halle des Bauernhofmuseums begannen die Jubiläumsfeierlichkeiten. Pfarrer Ludwig Westermeier lobte in seiner Predigt die Bemühungen des Vereins, das historische Erbe und die Traditionen der Gemeinde zu erhalten und zu fördern. Insbesondere hob er die vielen Projekte des Vereins hervor, mit denen dieser sich religiösen Symbolen wie Wegkreuzen, Marterln und Kapellen widmet und sie pflegt und erneuert.

Anzeige

Verein startete mit 17 Gründungsmitgliedern

Schirmherr und Bürgermeister Hans-Jörg Birner sagte, der Verein sei dem 1200-jährigen Jubiläum der Gemeinde 1988 entsprungen. Damals hätten sich einige Gedanken darüber gemacht, was nach dem Jubiläum noch getan werden könne, um die Geschichte der Gemeinde zu dokumentieren und fortzuschreiben. Mit 17 Gründungsmitgliedern habe der Verein begonnen und sei bis heute auf 134 Mitglieder gewachsen. Der Verein habe sich der Erforschung, Pflege und Bildung über die Geschichte der Gemeinde verschrieben – und die Begeisterung der Mitglieder habe kein bisschen nachgelassen in den 25 Jahren seines Bestehens.

Festredner Hans Roth sprach über die Entwicklung der Gemeinde Kirchanschöring unter der Regentschaft der Bischöfe des Erzstiftes Salzburg. Bis zum Jahr 1816 habe das, was wir jetzt »Rupertiwinkel« nennen, zum Salzburger Flachgau gehört, sagte Roth. Der Flachgau sei die Kornkammer des Erzstiftes gewesen, ein »sattes Bauernland«. Das Leben unter dem »Krummstab« der Bischöfe sei »kommoder« gewesen als jenes unter den bayerischen Herzögen oder den Habsburger Herzogtümern. Das führte Roth zurück auf die verhältnismäßig geringen Abgaben und Leistungen der Bauern an die Grundherren.

Bilder dokumentierten Vereinsgeschichte

Nach dem viel beklatschten Vortrag von Hans Roth zeigten Karl Straßer und Hermann Gschirr Bilder und Videos aus der Vereinsgeschichte. Besonders interessant und manchmal auch lustig waren dabei die Bilder von Vorführungen des alten Handwerks bei Festen. Die Festgäste beeindruckte außerdem die große Fotoausstellung des Vereins auf der Empore. Die musikalische Gestaltung des Jubiläums übernahmen die Musikkapelle Kirchanschöring und die Familienmusik Hofmann.

Nach dem Mittagessen öffnete Vereinsvorstand Franz Huber dann die Kegelbahn mit den historischen Kegeln; die Kinder vergnügten sich auf der »Hutschn« im Museum. Draußen versuchten sich die Erwachsenen derweil beim Hufeisenwerfen. al