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Rückläufige Gäste- und Übernachtungszahlen

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Seeon-Seebruck. Die Gemeinde Seeon-Seebruck hat heuer rückläufige Gäste- und Übernachtungszahlen zu verzeichnen. Nachdem 2012 die Übernachtungen gegenüber 2011 deutlich gestiegen waren, könne die Gemeinde bei den Übernachtungen und Gästeankünften zum Vorjahr nicht am Erfolg anknüpfen, erklärte Bürgermeister Konrad Glück bei seinem Jahresrückblick im Gemeinderat.


Nach Angaben der Tourist-Information Seebruck sei von den Gastgebern bis Oktober ein Minus von über 8000 Übernachtungen und 1879 Gästeankünften gemeldet worden. Die Tourist-Information führt die rückläufigen Zahlen auf das Jahrhunderthochwasser im Juni zurück sowie unter anderem auf die für den Tourismus negative Berichterstattung der vermeintlichen Mückenplage. Allein im Juni sei im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Minus von 4726 Übernachtungen und 897 Gästen zu verzeichnen.

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Große Wertschätzung und Anerkennung hätte der Gemeinde wieder das vielfältige Veranstaltungsprogramm eingebracht. Floßfahrten auf der Alz, Bergwanderungen, Museumsführungen, Ausstellungen und nicht zuletzt die historischen Veranstaltungen wie das Bedaius-Familienfest oder der Museums-Nachmittag im Römermuseum hätten heuer verstärkt im Focus der überörtlichen Medien gestanden.

Medienaufmerksamkeit in der Region hat vor kurzem auch die von Glück angesprochene Teilmaßnahme im Rahmen des im Jahr 2007 vom Abwasser- und Umweltverband entwickelten Geh- und Radwegkonzepts des Chiemsee-Uferrundweges geweckt. Der Vorschlag des Gemeinderats, den derzeitigen Gehweg entlang der Uferpromenade in Seebruck als Radweg auszubauen und seeseitig einen Gehweg als Steg zu errichten, erhitzt derzeit die Gemüter. Laut der vorliegenden Planung, könnte der jetzige, zirka zwei Meter breite, Gehweg entsprechend den Anforderungen künftig als Radweg mit einer Breite von bis zu 2,50 Meter ausgebaut werden. Der künftige Gehweg soll 2,25 Meter breit sein. Das Bauvorhaben könnte im Rahmen eines Sonderbaulastprogrammes mit bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden.

Wie berichtet, hatte der einstimmige Gemeinderatsbeschluss vom 2. Dezember vor allem bei den Anliegern eine heftige Debatte ausgelöst. Um die Bevölkerung im Vorfeld darüber zu informieren, wie nachteilig sich das geplante Konzept auf das Landschaftsbild und auf die Erholungssuchenden auswirken könnte, hatte eine Gruppe aus den Reihen der Anlieger zu einer Informationsversammlung eingeladen, ohne eine seitens der Gemeinde versprochene Informationsversammlung abzuwarten. Die Gegner befürchten, dass der Steg als Plattform mit einer Stahlkonstruktion ausgeführt werden könnte, die als Fremdkörper die Landschaft verschandeln würde. Ihrer Ansicht nach bestünde keine zwingende Notwendigkeit, den Radweg an die Seeseite der Traunsteiner Straße zu quetschen. Sie weisen darauf hin, dass der Chiemsee-Rad-Rundweg von Arlaching bis zur »Kupferschmiede« künftig landseitig, also nördlich der Staatsstraße 2095, geführt werde. Deshalb sei die landseitige Weiterführung von der »Kupferschmiede« durch die Haushoferstraße, in die die Radfahrer auch derzeit schon umgeleitet werden, in Richtung Seebruck zur naheliegenden Alternative geworden.

Der Gemeinderat hingegen strebt auch auf Wunsch vieler Bürger eine seeseitige Lösung durch die Trennung eines Fuß- und Radweges an, zumal die derzeitige Lösung, die Radfahrer über die Haushoferstraße zu leiten, offensichtlich nicht angenommen werde. Bei einer öffentlichen Informationsversammlung seitens der Gemeinde, wird das Konzept, das nach Angaben der Gemeindeverwaltung von den Fachbehörden durchwegs positive Signale erhalten habe, am Donnerstag, 16. Januar, um 19 Uhr beim Hafenwirt vorgestellt. ga