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Rudolf König fing Fisch seines Lebens

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Der Fang seines Lebens: Dieser 133 Zentimeter lange und fast 29 Pfund schwere Hecht ging Rudolf König gestern beim Schleppangeln auf dem Chiemsee an den Haken. Es dürfte der größte Hecht sein, der jemals von einem Hobbyfischer im Chiemsee gefangen wurde. (Foto: vom Dorp)

Übersee – Schon wieder ein kapitaler Hecht – diesmal dürfte es sich um einen Rekordfisch handeln: 1,33 Meter lang und fast 29 Pfund schwer war der Hecht, der dem Überseer Hobbyangler Rudolf König gestern im Chiemsee an den Haken ging. Erst vor wenigen Tagen hatte Thomas Burghartswieser – ebenfalls aus Übersee – einen 121 Zentimeter langen und 24,5 Pfund schweren Esox im »Bayerischen Meer« gefangen (wir berichteten).


König, Mitglied im Anglerbund Chiemsee und seit seiner Kindheit Angler, kann sich an keinen größeren Fang von Hobbyfischern am Chiemsee erinnern. »Man muss schon lange auf so einen Fang warten«, freute sich der 68-Jährige. »So gesehen, ist es der Fisch meines Lebens.« Sein bisher größter Fang war ein 1,17 Meter langer Hecht. Und etwa einmal pro Jahr zieht er einen Hecht von 90 bis 100 Zentimetern aus dem See. Das vermutlich 15 Jahre alte Weibchen war ihm gestern früh gegen 7.45 Uhr beim Fischermeisterhaus auf dem Weitsee an den Haken gegangen. Rund 15 Minuten dauerte der vergebliche Kampf des Hechts, sich von der Schleppangel zu befreien. Schließlich holte der Angler ihn mit einem Kescher, den er als Korb umfunktionierte, aus dem See.

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Es wurden im Chiemsee zwar schon größere Hechte gefangen, nicht jedoch von Anglern – insofern kann man durchaus von einem Rekordhecht sprechen. Der Vorsitzende des Fischereigenossenschaft Chiemsee, Thomas Lex, erinnert sich zwar an einen über 40 Pfund schweren Hecht, der einmal im Netz eines seiner Berufsfischer-Kollegen zappelte, doch dass jemals ein Hecht mit über 130 Zentimeter von einem Angler gefangen wurde, ist ihm nicht bekannt. Ebenso der Vorsitzende des Anglerbundes Chiemsee, Sepp Haiker. Königs Hecht sei der »bisher größte mit der Angel im Chiemsee gefangene Hecht«, erklärte er auf Anfrage unserer Zeitung. Größere Hechte seien bislang nur von Berufsfischern aus dem See gezogen worden.

Zunächst wird der kapitale Hecht nun ausgenommen als Ganzes eingefroren. Ob dann nur der Kopf oder der vollständige Fisch präpariert und in der Fischerhütte des Anglerbundes aufgehängt wird, ist noch unklar. Sollte der Fischkörper keinen Platz in der Hütte finden, wird er bei einem großen Fischessen zum Geburtstag Königs im November verspeist. bvd