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Rudi Jantke löst Hans Haslreiter als Vorsitzenden ab

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Rudi Jantke (rechts) ist neuer Vorsitzender des Abwasserzweckverbands Achental. Davor leitete Hans Haslreiter sechs Jahre den Verband. (Foto: T. Eder)

Grassau. Führungswechsel beim Abwasserzweckverband (AZV) Achental: Nach sechs Jahren Vorsitz, davor zwölf Jahre Verbandsrat, scheidet Unterwössens Altbürgermeister Hans Haslreiter aus dem Gremium aus. Als neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder den Grassauer Bürgermeister Rudi Jantke. Stellvertreter bleibt Bürgermeister Hans Pertl aus Staudach-Egerndach.


Nach der Kommunalwahl formierte sich nun auch der Verbandsrat des Abwasserzweckverbands neu. Vor der Verabschiedung einiger Verbandsräte blickte Hans Haslreiter zurück und erinnerte daran, dass der Abwasserzweckverband 1965 von den Gemeinden Grassau, Unterwössen und Marquartstein gegründet wurde. Bis zur endgültigen Fertigstellung der Kläranlage habe es zehn Jahre gedauert. 1981 seien dann die Gemeinden Staudach-Egerndach und Schleching dem Verband beigetreten.

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Hauptaufgabe war und ist die Reinhaltung des Chiemsees. Dazu sei es laut Haslreiter notwendig gewesen, die Anlage zu optimieren. In den vergangenen sechs Jahren sei viel Geld für die Erneuerung der Steuerungs- und Regeltechnik und in Energiesparmaßnahmen investiert worden. Zusätzlich sei eine 70-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage auf den AZV-Dächern installiert worden. Der produzierte Strom werde zu hundert Prozent auf der Anlage verbraucht. Auch das neue Blockheizkraftwerk, das mit dem selbst erzeugten Gas betrieben werde, trage wesentlich zur Kostensenkung bei. Mit den festgelegten Verbandsumlagen und den Einnahmen des AZV konnte der Betrieb immer ordnungsgemäß bewältigt werden und die Abwassergebühren, so Haslreiter, unter dem Landesdurchschnitt gehalten werden. »Wir haben die Weichen für die Zukunft gestellt. Das Ergebnis ist ein wertvoller Beitrag für unsere Umwelt, vor allem für den schönen Chiemsee«, betonte Haslreiter.

Hans Pertl hob die Verdienste von Haslreiter hervor. Er habe sein Amt zur vollsten Zufriedenheit ausgeübt und wechsle nun in den wohlverdienten Ruhestand. Haslreiter sei stets an technischen Einrichtungen interessiert und parat gewesen. Der AZV war immer seine »Herzensangelegenheit«. Zum Dank überreichte er im Namen der Bürgermeisterkollegen und Räte dem scheidenden Vorsitzenden zwei Standarten für dessen Oldtimer, eine bayrische und eine deutsche, sodass Staatsbesuche nun auch entsprechend chauffiert werden können.

In seiner Antrittsrede bezeichnete Rudi Jantke seinen Vorgänger als Vorbild. Der AZV übernehme eine wichtige Funktion im Umweltschutz und sei Grundlage und Beispiel für eine gute Zusammenarbeit der Achentalgemeinden. Ohne den Abwasserzweckverband gebe es wahrscheinlich kein so gut funktionierendes Ökomodell, meinte Jantke und betonte, dass noch mehr an kommunaler Zusammenarbeit möglich wäre.

Als letzte Amtshandlung verabschiedete Hans Haslreiter die ehemaligen Verbandsräte: 18 Jahre war Josef Sichler im Verband tätig; Zwölf Jahre engagierte sich der ehemalige Bürgermeister von Marquartstein, Andreas Dögerl, in diesem Gremium. Ebenso lange gehörte auch Anton Greimel aus Unterwössen dem Rat an. Für eine Legislaturperiode, also sechs Jahre, brachten sich Josef Grießenböck (Grassau), Hans Jawurek (Grassau), Klaus Biersack (Marquartstein) und Franz Just sen. (Staudach-Egerndach) als Mitglieder im Verbandsrat ein. tb