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Rudi Jantke bleibt Schulverbandsvorsitzender

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Die Schüler der achten Klassen gestalteten das Ballkammerl nach ihren Ideen um. Findig ist das System mit den rollenden Mülltonnen, mit denen die jeweils notwendigen Bälle schnell in der Turnhalle landen. (Foto: T. Eder)

Grassau. Nach der Kommunalwahl musste sich nun auch der Schulverband neu formieren. Zum Vorsitzenden wurde Bürgermeister Rudi Jantke gewählt. Im Gremium sind die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden Grassau (Rudi Jantke), Marquartstein (Andreas Scheck) und Staudach-Egerndach (Hans Pertl), sowie die aus den Gemeinderäten entsandten Vertreter Marina Gasteiger, Hans Genghammer, Dr. Gustl Trimpl, Christa Summerer für Grassau und Anton Weiß für Staudach-Egerndach, sowie die Elternbeiratsvorsitzende der Schule, Marlene Förschner, sowie Schulleiter Johannes Zeitel. Neben dem Verbandsvorsitzenden wurde auch der Stellvertreter gewählt. Auch in dieser Position bestätigte die Versammlung Bürgermeister Hans Pertl.


Beim Rundgang durch das Gebäude informierte Zeitel über dringend anstehende Renovierungen. Am Herzen liege vor allem die Elektro-Vorkriegsinstallation im Altbau, die dringend erneuert werden müsste. Im Neubau müsste an eine energetische Sanierung, an neue Fenster und Beschattung gedacht werden, und im Flur sollen die Einglasfenster ersetzt werden. Drei der sieben Toilettenanlagen seien bereits saniert, die restlichen müssten aber noch folgen.

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In den Sommerferien werden einige Bodenbeläge und die Schließanlage der Schule gewechselt. Mit Letzterem soll die Sicherheit der Schüler erhöht werden. Gewünscht werde zudem ein behindertengerechter Ausbau, zumal für das Schuljahr 2015/16 eine Anfrage eines mehrfach behinderten Kindes vorliege. Auch wenn der Eingang rollstuhlgerecht sei, so müssten innerhalb des Gebäudes viele Stufen überwunden werden.

Wie Jantke informierte, hatte man gehofft, dass die komplette energetische Sanierung über das Konjunkturpaket II gefördert würde, zumal Kosten von 1,7 Millionen Euro im Raum standen. Grassau wurde aber nicht berücksichtigt. Allerdings brauche man auch kein schlechtes Gewissen haben, denn hier werde umweltfreundlich mit Fernwärme geheizt.

Zeitel zeigte die Vorzüge der Schule, wie die hervorragende Ausstattung der Computerräume, die gut ausgestattete Schreinerwerkstatt und die große, moderne Schulküche. Zudem seien alle Klassenzimmer mit Computer und Beamer ausgestattet. Was die Schule aber besonders auszeichne, sei das Engagement der Schüler, nicht nur über das erfolgreiche »Schüler für Schüler«-Projekt, wobei die Schüler ihr eigenes Café betreiben, Pausenhofunterhaltung und Streitschlichter organisieren, sondern auch die vielen anderen Schülergruppen, die sich außerhalb des Unterrichts einsetzen.

Hans Genghammer präsentierte das mit Schülern der achten Klassen neugestaltete Ballkammerl. Mit Ideen und Tatkraft der Schüler wurde ein neues Ballaufbewahrungssystem entwickelt, wurden Wände gestrichen und Regale gebaut. Einstimmig entschied das Gremium, für den gemeldeten Sanierungsbedarf ein Gesamtkonzept mit Kostenschätzungen und Fördermöglichkeiten zu erarbeiten. Danach könne eine Prioritätenliste erstellt werden.

Aus dem laufenden Schulbetrieb mit 530 Schülern informierte Zeitel, dass die Grundschule im Bereich der Nachmittagsbetreuung an ihre Kapazitätsgrenze stoße. Als Möglichkeit würde sich eine »gebundene Ganztagsschule« anbieten. Diabei läge der gesamte Tag im Verantwortungsbereich der Schule, während bei der »offenen Ganztagsschule« die Betreuung nach der Schulzeit ein anderer Träger, in Grasau die Diakonie, übernehmen könne. Im Herbst soll hierzu eine Elternumfrage gestartet werden. Ersatzräume wären eventuell im Dachgeschoß des BRK-Neubaus möglich.

Nachdem sich im laufenden Schuljahr die Mitarbeit über den Bundesfreiwilligendienst für den Schulbetrieb so positiv ausgewirkt habe, wolle die Schule auch im kommenden Jahr wieder eine oder einen Bundesfreiwilligen beschäftigen. Leider seien die Kontingente noch nicht zugeteilt und so wisse die Schule nicht, ob ein »Freiwilliger« beschäftigt werden kann.

Sollte dies nicht möglich sein, so wäre es hilfreich, eine Praktikantenstelle anzubieten, die Kosten in Höhe von 3500 Euro müsste der Schulverband übernehmen, informierte der Schulleiter. Einstimmig entschied die Versammlung, eine Praktikantenstelle zu schaffen, sofern eine Stelle als Bundesfreiwilliger nicht genehmigt werde. tb