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Rudi Göbel ist neuer Vorsitzender des VdK-Kreisverbands

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Die neue Vorstandschaft des VdK-Kreisverbands Traunstein (von links): Die wiedergewählten stellvertretenden Kreisvorsitzenden Ewald Polster und Erika Stefanutti,  der  neue  stellvertretende Kreisvorsitzende Walter Hindlinger, Kreisgeschäftsführer Bernhard Oberauer, der neue Kreisvorsitzende Rudi Göbel, der neue stellvertretende Kreisvorsitzende Ludger Bartels, die neue Frauenbeauftragte Angela Laab und der neue Schriftführer Jürgen Pieperhoff.

Traunstein – Der VdK-Kreisverband Traunstein hat einen neuen Vorsitzenden: Beim Kreisverbandstag im Gasthof Sailer-Keller wurde der bisherige stellvertretende Kreisvorsitzenden Rudi Göbel zum Nachfolger von MdL Klaus Steiner gewählt. Steiner hatte nach 16 Jahren an der Spitze des VdK-Kreisverbands nicht mehr kandidiert.


In ihren Ämtern bestätigt wurden die bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Ewald Polster und Erika Stefanutti. Komplettiert wird das neue vierköpfige Stellvertretergremium von Walter Hindlinger und Ludger Bartels. Auf der Kreisvorstandssitzung soll Bartels auch wieder zum Kassier bestimmt werden. Neuer Schriftführer ist Jürgen Pieperhoff, der Georg Grafetstätter beerbt. Im Amt der Frauenbeauftragten folgt die bisherige stellvertretende Vorsitzende Angela Laab auf Annelie Gromoll. Vertreterin der jüngeren Mitglieder bleibt Erika Stefanutti. Beisitzer sind nun Wolfgang Kuhn, Richard Emmermacher, Ludwina Bernhard, Erich Finkenzeller, Ursula Schreiber, Franz Heuberger, Barbara Sailer und Markus Müller. Die Wahl leitete der stellvertretende Landesvorsitzende Achim Werner.

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Silberne Ehrennadel verliehen

Rudi Göbel zeichnete Klaus Steiner, den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Michael Schmidt und den bisherigen Beisitzer Josef Mayr für ihre langjährigen Verdienste mit der Silbernen Ehrennadel des VdK Deutschland aus. Alle drei bekleideten ihre Ämter in der Kreisvorstandschaft seit 1999. Ebenfalls mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet wurde VdK-Kreisrevisorin Rosmarie Mosler. Für zehn Jahre Mitarbeit im VdK-Ortsverband Inzell und im VdK-Kreisverband geehrt wurde Annelie Gromoll.

Klaus Steiner zog ein positives Resümee zur zurückliegenden Legislaturperiode und erinnerte an 25 Vorstandssitzungen und 17 Treffen des engeren Vorstandes sowie an Infoveranstaltungen zu den Bereichen Pflege, Beitragserhöhung und Olympia. Die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 in Oberbayern hätte positive Auswirkungen auf diverse Maßnahmen zur schnelleren Herstellung von Barrierefreiheit gehabt, bedauerte Steiner das »Nein« der Bürger beim Bürgerentscheid 2013.

Kreisgeschäftsführer Bernhard Oberauer erinnerte daran, dass sich der Mitgliederstand von 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2014 von 10 521 auf 11 764 Personen erhöht habe. Dies sei ein Anstieg um zwölf Prozent. Die Beitragserhöhung von fünf auf sechs Euro monatlich im Jahr 2013 habe also zu keinen nennenswerten Austritten geführt, so Oberauer. Der Arbeitsanfall in der Kreisgeschäftsstelle sei immens. So habe man von 2011 bis 2014 insgesamt 9920 Beratungsgespräche (ohne telefonische Beratung) getätigt sowie 5495 Anträge, 1162 Widersprüche und 361 Klagen vor dem Sozialgericht eingeleitet.

»Wir hatten in den letzten vier Jahren keine Haushaltsdefizite«, freute sich Kassier Ludger Bartels über die solide Finanzentwicklung. Das Ergebnis der letztjährigen Sammlung »Helft Wunden heilen« in Höhe von fast 84 000 Euro sei ein »voller Erfolg« gewesen und »versetzt uns in die Lage zu helfen, wo es nötig ist«, bedankte sich Bartels bei allen Sammlern.

Der VdK habe längst den Wandel von einem Selbsthilfeverein für Kriegsopfer zu einem modernen Sozialverband vollzogen, der Menschen mit Behinderung, sozial Schwache, chronisch Kranke sowie Pflegebedürftige und deren Angehörige vertrete und sich auch aktiv in die politische Auseinandersetzung einmische, lobte Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel. Der VdK sei für viele Menschen unverzichtbar, stieß die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber in das gleiche Horn. Die politisch umgesetzte Mütterrente und die Pflegereform bezeichnete der stellvertretende VdK-Landesvorsitzende Achim Werner als »Erfolge des VdK«.

Keine Träumer, sondern Kümmerer

»Wir sind keine Sozialträumer, sondern wir sind Kümmerer, die soziale Schieflagen erkennen und diese auch in die politische Diskussion einbringen«, betonte der neue VdK-Kreisvorsitzende Göbel. Auch wenn es um den deutschen Sozialstaat vergleichsweise gut bestellt sei, gebe es doch in Teilbereichen noch erheblichen Handlungs- und Nachholbedarf, vor allem im Bereich Pflege, so Göbel.

Viele Forderungen des VdK seien mittlerweile in Sozialgesetze eingeflossen. Als Beispiele nannte er die modifizierte Mütterrente und den Mindestlohn. Was die geforderte Absenkung des Mehrwertsteuersatzes für Arzneimittel anbelange, müsse man sich noch in Geduld üben, meinte Göbel. Die von Wolfgang Behrendt, VdK-Ortsvorsitzender von Stein/St. Georgen, angeprangerte Diskriminierung (Beitragssteigerung) von Senioren bei der Kfz-Versicherung, werde man noch mit der VdK-Landesvorsitzenden Ulrike Mascher thematisieren, versprach Göbel. mmü