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Rottauer richten Gaufest 2018 aus

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Die Geehrten (von links): Zweiter Gauvorstand Georg Westner, Max Winklmair, Klaus Löhmann, Pankraz Mühlberger, Marianne Fischer, Hias Schnaiter, Miche Huber sowie Anderl und Hans Schmid. (Foto: Adersberger)

Grassau – Mit rund 230 Delegierten sehr gut besucht gewesen ist die Frühjahrsversammlung des Chiemgau-Alpenverbands im Gasthaus Messerschmied in Rottau. Elisabeth Tengler aus Übersee wurde in einer Nachwahl zur neuen Trachtenwartin bestimmt. Das Gaufest 2018 bekamen einstimmig die Rottauer Trachtler zugesprochen.


Die Rottauer Bewerbung hatte Bürgermeister Rudi Jantke vorgetragen. Er sagte: »Ich bin mir absolut sicher, dass die Rottauer ein schönes und der Trachtensache würdiges Gaufest ausrichten werden und bitte deshalb um ihre Stimmen.« Auch der Gaujugendtag 2016 wurde an Rottau vergeben; er wird am Sonntag, 23. Oktober, stattfinden. Das diesjährige Gautrachtenfest richtet der Trachtenverein Unterwössen aus, 2017 ist dann der Trachtenverein Prien-Atzing Gastgeber.

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Den Chiemgau-Alpenverband gibt es 2016 seit 90 Jahren. Weil sein Sitz in Marquartstein ist, wird die Gauherbstversammlung am Freitag, 14. Oktober, in Marquartstein stattfinden.

Der Chiemgau-Alpenverband hat wieder eine Trachtenwartin. Nachdem der viele Jahre von Maria Höhne aus Amerang ausgefüllte Posten bei den Wahlen im Herbst nicht wieder besetzt werden konnte, fand sich über den Winter mit Elisabeth Tengler vom Trachtenverein Übersee wieder eine Trachtlerin, die sich um Themen rund um die Tracht kümmern mag. Bei der Frühjahrsversammlung stimmten alle 23 Trachtenvereine dem Vorschlag von Gauvorstand Miche Huber zu. Die neue Trachtenwartin kündigte für Herbst einen Ranzenstickkurs an.

Verdienstzeichen für acht Trachtler

Insgesamt acht Trachtler erhielten ein Verdienstzeichen des Gaus für mindestens 20-jährige Mitarbeit in den Führungsgremien der Vereine beziehungsweise des Gaus. Das Goldene Verdienstzeichen bekamen Mathias Schnaiter aus Bernau, Klaus Löhmann aus Prien, Marianne Fischer aus Prien, Max Winklmair aus Rottau sowie Miche Huber aus Rottau, das Silberne Verdienstzeichen ging an Pankraz Mühlberger aus Reit im Winkl, Hans Schmid junior aus Rottau sowie Anderl Schmid aus Rottau.

Schriftführer Jürgen Wiegmann trug die Kurzfassung des Protokolls der Herbstversammlung in Schleching vor und ging auf die Aktivitäten im zurückliegenden Winterhalbjahr ein. Der neue Jugendleiter Christof Bauer aus Sachrang gab bekannt, dass die Gaujugendgruppe, die heuer aus 14 Paaren besteht, schon drei Proben hinter sich hat. Bereits am 1. Mai steht der erste Auftritt der Nachwuchstrachtler beim Frühlingsfest in München an.

Auch die Gaugruppe mit Gauvorplattler Thomas Stoib aus Wildenwart und Dirndlvertreterin Anna Pfisterer hat mit den Proben begonnen. Mit überschwänglichen Worten lobte Musikwart Thomas Hiendl die Schauspieler und Musikanten, die beim Passionsspiel in der Überseer Kirche mitgewirkt haben. Dabei hob er als Ideengeber Anderl Hilger hervor. Auf Anregung von Kardinal Reinhard Marx lässt der Sachausschuss Volksmusik ein Liederheft zu Feldmessen mit der Schubert- und Haydnmesse drucken.

In seinem Rückblick sagte Gauvorstand Miche Huber zur zweitägigen Klausur in Holzhausen: »Sich mit Problemen selbstkritisch und ohne Zeitdruck auseinanderzusetzen, gibt oft eine andere Sichtweise und stärkt den Zusammenhalt.« Er berichtete, dass das Trachtenkulturzentrum in Holzhausen bei Landshut mit über 33 000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden und einem finanziellen Aufwand von rund 7,1 Millionen Euro fertiggestellt worden sei. Die bayerischen Trachtler hätten jetzt eine gemeinsame Heimat. Er bedauerte den Rückgang der Bezieherzahl beim Heimat- und Trachtenboten. Es werde an einem neuen Konzept gearbeitet.

Volksmusik-Aus auf Bayern 1 war Thema

In der Aussprache ging es um die Volksmusiksendung in Bayern 1 von 19 bis 20 Uhr. Klar und deutliche formulierte Bartl Irlinger seine Meinung: »A Bayrischer Rundfunk ohne diese Sendung is koa bayrischer Rundfunk mehr!«

Für die musikalische Gestaltung der Versammlung sorgte die »Rottauer Dorfmusi«. ja/hö