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Rot-Kreuz-Gebäude soll eine Notarzt-Station bekommen

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Das Pfadfinder-Gebäude (rechts) am Birkenweg muss dem neuen Rot-Kreuz-Gebäude weichen. Auch der zwischen dem Wasserwerk (links) und Pfadfinderheim liegende Parkplatz wird aufgelöst. Das etwas hinten liegende, derzeitig genutzte gelbe BRK-Gebäude wird ebenfalls abgerissen. An dieser Stelle wird das neue, große BRK-Gebäude mit Notarztstation entstehen. Der Spielplatz bleibt bestehen, er wird sogar noch vergrößert. (Foto: T. Eder)

Grassau. Der Marktgemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung erneut mit dem geplanten Neubau des Rot-Kreuz-Gebäudes in Grassau beschäftigt. Anders, als anfangs geplant, soll der Neubau nicht mehr an das Bergwacht-Gebäude angebaut sein, sondern frei stehen. Das fand die Zustimmung des Gremiums – genau wie die Pläne, den Neubau um eine Notarzt-Station zu erweitern.


Die medizinische Versorgung im Achental werde sich stark verbessern, sagte Bürgermeister Rudi Jantke. Für die Notarzt-Station, so informierte der Rathauschef, seien ein zusätzlicher Raum und eine zusätzliche Garage erforderlich. Er erläuterte, dass für den Neubau nun nicht nur das bestehende Rot-Kreuz-Haus, sondern auch das Pfadfinderheim weichen müssen. Verschwinden werde auch die bislang vor allem von den Lehrern genutzte Parkfläche zwischen Pfadfinderheim und Wasserwerk; am Birkenweg könnten aber zusätzliche Parkplätze geschaffen werden, so Jantke. Die geschätzten Kosten erhöhen sich durch die neuen Pläne von rund 1,1 auf 1,2 Millionen Euro.

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Planer Hans Hornberger stellte die Planung im Detail vor, zeigte die Nutzung der Geschoße, wobei im Erdgeschoß nicht nur Platz für den Rettungsdienst, sondern auch für die Kleinkindgruppe sein wird. Dies biete sich an, da die Kinder so über eine Terrassentür direkt zum benachbarten Spielplatz gelangen können. Im Obergeschoß werden sowohl der Rettungsdienst wie auch der Bereitschaftsdienst beheimatet sein. Den geplanten Lehrsaal könnten beide Dienste nutzen. Im Obergeschoß befinden sich laut Planung außerdem verschiedene Aufenthaltsräume, Ruheräume und Büros.

Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes sollen einen eigenen seitlichen Eingang bekommen, während die Bereitschafts-Mitarbeiter über den Haupteingang und die Treppe zu ihren Räumen gelangen sollen. Die Nutzung des Dachgeschoßes sei noch offen. Große Fenster an der Giebelseite sollen eine ausreichende Belichtung ermöglichen. Zur Gestaltung betonte der Architekt, dass dies zwar ein Zweckbau werde, aber dennoch ins Ortsbild passen müsse.

Durch die neue Planung kann der Spielplatz von 540 auf rund 880 Quadratmeter vergrößert werden. Laut Jantke ist die Erweiterung kein Aufwand. Auch können die Schattenbäume stehen bleiben.

Ersatzräume für die Pfadfinder gibt es aktuell noch nicht. Eine angedachte Unterbringung im Dachgeschoß des Neubaus fand weder bei den Pfadfindern, noch bei den Rotkreuzlern Zustimmung. Die Pfadfinder bräuchten nämlich auch noch eine Lagermöglichkeit im Erdgeschoß. Die Pfadfinder haben inzwischen vorgeschlagen, selber nach neuen Räumen zu suchen. Im Visier haben sie das Gelände des Abwasserzweckverbandes Achental – und die Idee, in Eigenregie eine acht auf zwölf Meter große Blockhütte zu errichten. Noch fehlt aber eine Zustimmung des Zweckverbands. Die Kosten dafür schätzen die Pfadfinder auf rund 80 000 Euro; die Gemeinde würde sich mit 10 000 Euro beteiligen, so Jantke.

Ohne weitere Diskussion nahm der Marktgemeinderat den Planentwurf zum Rot-Kreuz-Neubau an. Die Mittel sollen im nächsten Haushalt bereitgestellt werden. Gleichzeitig befürwortete der Rat die Errichtung eines Gebäudes für die Pfadfinder in Erlach, in der Nähe der Verbandskläranlage – als Ersatz für das Domizil am Birkenweg. tb

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