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Rothgraben-Brücke muss saniert werden

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Die hölzerne Rothgraben-Brücke (Leimbinder-Brücke) soll durch eine metallene Brücke ersetzt werden, meinte Bürgermeister Georg Schützinger in der Gemeinderatssitzung. (Foto: M. Müller)

Grabenstätt. Der Rotgrabensteg des Chiemsee-Rundweges muss saniert werden. Die hohen Kosten von 290 000 Euro führten in der Sitzung des Grabenstätter Gemeinderates zu Diskussionen.


Im Zuge des Ausbaus des Chiemsee-Rundweges, der im April 1990 mit der Übergabe des Landrat-Leonhard-Schmucker-Steges über die Tiroler Ache seinen Abschluss fand, wurde auch der Rad- und Fußgängersteg über den Rothgraben gebaut. Schon damals war festgelegt worden, dass die Gemeinden Übersee und Grabenstätt jeweils zur Hälfte für den Unterhalt der Brücke aufkommen müssen. Für den Unterhalt des Chiemsee-Rundweges ist ansonsten der Abwasser- und Umweltverband Chiemsee (AZV) zuständig.

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In der Gemeinderatssitzung betonte Bürgermeister Georg Schützinger nun, dass der schadhafte Rothgrabensteg umfassend und umgehend generalsaniert werden müsse, da es sich beim Chiemsee-Rundweg um eine der wichtigsten Touristenattraktionen handle und der Steg vor allem im Sommer von unzähligen Radfahrern und Fußgängern intensiv genutzt werde. Die Kosten für die Generalsanierung würden sich nach ersten Berechnungen auf 290 000 Euro belaufen.

»Diese hohe Summe hat auch uns brutal überrascht«, gab Schützinger offen zu und verwies auf Möglichkeiten einer Bezuschussung. Man wisse nicht, ob man eine Förderung bekomme, sei aber zuversichtlich. Gleichwohl dränge die Zeit, denn Ziel sei es, die Maßnahme noch vor Beginn der Radsaison abzuschließen. Falls dies nicht umsetzbar sei, sollte gleich nach der Sommersaison damit begonnen werden.

»Wir müssen das günstiger hinbekommen, denn Zuschüsse sind letztendlich auch Steuergelder«, echauffierte sich Gemeinderat Roman Metzner (CSU). »Das liegt uns schon alle schwer im Magen«, meinte Andreas Danzer (FWG) und hoffte auf eine Alternativlösung. Die Stegkonstruktion habe dem Jahrhunderthochwasser im Juni standgehalten, deswegen müsse »es auch wieder was Gescheites werden«, appellierte Franz Wiesholler (CSU). Es gebe heute noch keinen Beschluss, seine Ausführungen seien nur zur Info und Kenntnisnahme gedacht gewesen, beruhigte Schützinger. Die benötigten Gelder müsse man in den Haushalt einbauen.

Der Abwasser- und Umweltverband hat 2009 mit einem groß angelegten Sanierungs- und Verbesserungsprogramm für den Chiemsee-Rundweg begonnen. Darin inbegriffen sind unter anderem auch die Rad- und Wanderwegmaßnahmen in Winkl, zwischen Hirschau und Chieming sowie die vorgesehene Unterführung der Staatsstraße 2096 an der Abmündung zur Hirschauer Bucht.

In dieses Sanierungsprogramm sei aber der besagte Rothgrabensteg nicht aufgenommen worden, weil es sich hierbei um eine reine Unterhaltungsmaßnahme handle, so Schützinger. Man müsse aber noch einmal genau prüfen, ob sich nicht doch eine Möglichkeit ergeben könnte. Die Sanierungsmaßnahme werde dann aber auf jeden Fall durchgeführt. mmü

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