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»Rosenheim muss Richtung vorgeben«

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Der Tourismus und aktuell der offene Brief des Traunsteiner Landrats Siegfried Walch an seinen Rosenheimer Kollegen Wolfgang Bergthaler in Sachen gemeinsamer Dachmarke für die Tourismusverbände Traunstein und Rosenheim waren Schwerpunktthemen der jüngsten Sitzung der Bayernpartei-Kreistagsfraktion.


Man war sich einig, der Inhalt des Schreibens sei »der richtige Schritt in Richtung enger Zusammenarbeit und Wiederaufnahme von Verhandlungen in Richtung Fusion«. Kreisrat Heinz Wallner zeigte sich jedoch skeptisch über die Vorgehensweise, den Brief über die Presse zu publizieren. Allerdings betonte er, gleichzeitig könne man auch keinen anderen Weg aufzeigen, wie man zielführend hätte vorgehen können – »da bei den letzten Gesprächen uns sogar die Unterschrift der Rosenheimer nicht weiter gebracht hat«.

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Wallner meinte, eine gemeinsame Dachmarke sei bereits von allen Beteiligten gefordert gewesen. »Nun muss der Landrat von Rosenheim klar die Richtung vorgeben und Führungsstärke zeigen. Nur dann kommen wir auf den richtigen Weg zu einer gemeinsamen Dachmarke und einer dringend notwendigen Kooperation über die Landkreisgrenze hinweg.«

Ein anderes Thema brachte Bayernpartei-Fraktionsvorsitzender Alfons Baumgartner auf den Tisch anlässlich des Besuchs von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks im Chiemgau: »Es ist erfreulich, wenn die Bundesumweltministerin bei der Alpenkonferenz in Grassau einen naturgerechten Tourismus propagiert – worauf zum Beispiel bereits mit Erfolg die Gemeinde Schleching setzt. Dazu passt jedoch überhaupt nicht, wie die Staatsregierung am Riedberger Horn im Allgäu den bewährten Alpenplan und den von Alois Glück in den Bayerischen Landtag eingebrachten Bergwaldbeschluss aushebelt. Das wird auch auf unsere Region negative Auswirkungen haben.«

Pläne für Skipisten beispielsweise am Sonntagshorn würden unter anderem die Trinkwasserversorgung von Traunstein betreffen und könnten trotz »Zone C« nicht mehr verhindert werden.

An die von der Bayernpartei initiierte Resolution des Kreistags Traunstein vom Februar 2015 gegen die Freihandelsabkommen erinnerte Kreisrat Markus Schupfner: »Die gemeinsame Resolution des Kreistages gegen die Abkommen TTIP, CETA und TiSA erweist sich auch aus heutiger Sicht als vollkommen richtig.« Sein Fraktionskollege und Landwirt Andreas Holzner ergänzte: »Die Nachteile für die Landwirtschaft durch CETA interessieren offensichtlich unsere heimischen Bundestagabgeordneten nicht.« kd