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Rosa Mayer und Apollonia Oettl seit 65 Jahren Gartler

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Für 40 Jahre Mitgliedschaft beim Gartenbauverein Tengling wurde Emma Huber bei der Frühjahrsversammlung des Vereins geehrt. Unser Bild zeigt (von links) Bürgermeisterin Ursula Haas, Emma Huber, Vorstand Stephan Reiter und Hans Gschirr.

Taching am See. »Willst du Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe sie nach St. Benedikt« – mit dieser Bauernregel empfing Bürgermeisterin Ursula Haas die Mitglieder bei der Frühjahrsversammlung des Gartenbauvereins Tengling beim Neuwirt. Außerdem standen Ehrungen und eine reichhaltige Tombola auf dem Programm. Umrahmt wurde die Versammlung von der »Musikgruppe Hans Weber und Freunde«.


Haas lobte den Gartenbauverein für seine Arbeit zum Wohl der Gemeinde und stimmte die Mitglieder auf das kommende Gartenjahr ein. An den Verkehrsinseln und den Ortstaferln in Tengling sei die Arbeit des Gartenbauvereins bereits sichtbar. Bemerkenswert sei auch die Jugendarbeit der Jugendbeauftragten Birgit Mayer und Danny Wiesenberger mit der Hinführung der Kinder zur Natur.

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Vorsitzender Stephan Reiter informierte, dass der Vereinsausflug zusammen mit dem Gartenbauverein Taching heuer nach München in den Botanischen Garten führt. Ein zweiter Ausflug findet mit dem Gartenbauverein Törring nach Wels ins »Blühende Österreich« statt. Hans Gschirr aus Palling bot zum Thema »Spalier und bunte Wände« viele wertvolle Informationen. Er hatte zur Einleitung für seinen lehrreichen Vortrag eine Bauernregel der anderen Art, mit der er die Anwesenden zum Schmunzeln brachte: »Kommt der Regen schräg von vorn, bekommt die Kuh ein nasses Horn«.

Obstbäume, so Gschirr, zählen zu den schönsten Ziergehölzen. Es gebe den Viertel-, Halb- und Hochstamm, jedoch beim Spalier würden in der Regel Viertelstämme gepflanzt, die so Haus-, Stall- oder Hallenwände durch ihre gleiche Höhe verschönerten. Mit Bildern zeigte er, wie leicht man Spalierbäume um Fenster ziehen kann. Die Bäume auf den Fotos sind teilweise 80 bis 90 Jahre alt und bringen heute noch zentnerweise Früchte. Die Birne sei immer auf die Quitte A gesetzt und bei neu gepflanzten Birnbäumen seien vier bis fünf Sorten an einem Baum. Die jetzt in Prospekten angebotenen Säulenbäume habe es früher auch schon gegeben. Nur schneiden sollte man sie nicht, sonst wachsen sie in die Höhe. Stephan Reiter überreichte für den informativen Vortrag ein Präsent.

In der Pause spielte die Musikgruppe bayerische Lieder. Nach der Pause trug Kassenwartin Christa Eder einen detaillierten Kassenbericht vor.

Rosa Mayr und Apollonia Oettl gehören dem Gartenbauverein Tengling bereits seit 65 Jahren an, Martin Poller seit 50 Jahren. 40 Jahre waren es bei Emma Huber und 25 Jahre bei Elisabeth Poschner. Sie alle wurden dafür ausgezeichnet.

Anschließend verteilte Stephan Reiter mit seinen Helfern die reichlichen Tombola-Preise. Ansonsten trugen die zahlreichen Gewinner Topfblumen, Säfte und viele andere brauchbare Dinge rund um den Garten mit nach Hause. cw