weather-image
30°

Robert Koch aus Teisendorf löste Sepp Hollerauer ab

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Mitglieder der neuen Vorstandschaft des Musikbundes sind (von links) Georg Kamml, Erhard Moldan, Franz Hager, Jutta Gerl, Alfred Wimmer, Robert Koch und Thomas Egger. (Foto: Bohm)

In Fridolfing fand die Bezirksversammlung des Musikverbandes für den Chiem- und Rupertigau vom Musikbund Ober- und Niederbayern statt. Nach 30-jähriger Amtszeit legte Sepp Hollerauer sein Amt als Bezirksleiter nieder. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Zu seinem Nachfolger wurde Robert Koch aus Teisendorf gewählt. Neuer Stellvertreter ist Georg Kamml. Franz Hager bleibt Geschäftsführer, Erhard Moldan Bezirksdirigent. Dessen Stellvertreter ist Matthias Wiesbacher, Schriftführer Thomas Egger. Zu Beisitzern gewählt wurden Wolfgang Neumeier, Jutta Gerl und Alfred Wimmer.


Die Musikkapelle Fridolfing begrüßte die vielen Gäste musikalisch. Bürgermeister Johann Schild erwähnte, dass die Musikkapelle Fridolfing heuer ihr 190-jähriges Bestehen feiert und aus diesem Anlass das 48. Bezirksmusikfest ausrichten wird. MdB Bärbel Kofler erinnerte daran, dass es schon im alten Ägypten Instrumente gab, die als Vorläufer moderner Trompeten gelten. MdL Roland Richter sagte, es sei unstrittig, die Musikkapellen weiterhin zu fördern. Bezirksrat Georg Wetzelsperger meinte launig, das Wichtigste bei einer Kapelle sei es nicht, »zusammen anzufangen und zusammen aufzuhören«, sondern auch das, was dazwischen kommt. Die Förderung der Kinder und Jugendlichen in Bläserklassen, der Leitungsabzeichen, habe enorme Früchte getragen. Herbert Häusl, der für Landrat Steinmaßl das Wort ergriff, betonte, die Blasmusik sei Teil unserer bayerischen Kultur. Er wünschte der neuen Vorstandschaft guten Zusammenhalt. Landrat Georg Grabner hob den hohen Leistungsstand der Musikkapellen hervor, die von Klassik über Moderne bis zu traditionellen Stücken alles beherrschten.

Anzeige

In ihren Rechenschaftsberichten zeigten Bezirksdirigent Erhard Moldan, Bezirksjugendleiterin Christine Putzhammer und Bezirksgeschäftsführer Franz Hager die vielfältigen Aktivitäten auf, die von Schulungen über viele Auftritte und Wertungen gingen. Lang anhaltenden Applaus erntete Sepp Hollerauer für seinen Tätigkeitsbericht. Für die Jugendarbeit der Leobendorfer hatte er besonderes Lob, sie sei vorbildlich. Die 40-Jahrfeier sei ihm in bester Erinnerung. Auch das Musikfest der Jung-Ottinger habe ihm gut gefallen, besonders der herzerfrischende Gottesdienst. Hier hatte Hollerauer aber einen Kritikpunkt: Die vielen »Davonroaser« seien ein Ärgernis. Damit würdigten sie ihre Mitmusikanten herab. Dass in Altenmarkt beim Festzug keine hiesige Kapelle mit dabei war, nannte Hollerauer traurig und einen »absoluten Tiefpunkt«.

Hollerauer dankte, dass die Landkreise die Arbeit des Musikbundes unterstützten. Und auch, dass es gute Sitte sei, auch altgediente Musiker zu ehren. »A Gmoa ohne Musi is a tote Gmoa« erinnerte er und bedankte sich auch bei seiner Frau, die all die Jahre hinter ihm gestanden und manchmal mit ihm »mitgelitten« habe.

Mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet wurde Christine Putzhammer, mit Silber Matthias Wiesbacher, Georg Kamml, Erhard Moldan und Hans Mitterer.

Schon vor Beginn der Jahreshauptversammlung hatten sich die jungen Musikanten getroffen und unter der Leitung von Sepp Hollerauer Neuwahlen durchgeführt. Künftig wird Lisa Schöndorfer aus Piding Jugendleiterin sein. Sie tritt die Nachfolge von Christine Putzhammer an. Ihre Stellvertreterin wurde Vroni Huber aus Grabenstätt. Weil kein Kassier gefunden wurde, wird Bezirksgeschäftsführer Franz Hager dieses Amt vorläufig übernehmen. Kassenprüfer wurden Benjamin Betz aus Trostberg und Markus Weidenspointner aus Thundorf-Straß. bo