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Rittbitten in Erlstätt für den Georgiritt

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Der Vorsitzende des Sankt-Georg-Vereins Traunstein, Albert Schmied, lud beim traditionellen Rittbitten die Erlstätter zur Teilnahme am Georgiritt am Ostermontag ein. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Zum Rittbitten für den Georgiritt am Ostermontag in Traunstein kam der Sankt-Georgs-Verein am Samstagabend in den Gasthof Fliegl. Erlstätt ist traditionell die erste Station, zwölf weitere folgen. »Kommt's bittschön wieder so zahlreich, unterstützt's uns und feiert's mit uns unsere Pferdewallfahrt«, bat Vorsitzender Albert Schmied die Erlstätter Rosserer, die im Vorjahr trotz des ungemütlichen Winterwetters mit 32 Pferden dabei gewesen waren.


Aufgrund des vielen Schnees habe man nicht über die Wiese nach Ettendorf marschieren können, sondern sich kurzerhand einen anderen Weg überlegen müssen. Mit dem Georgiritt wolle man echtes Brauchtum darstellen, so Schmied. Um diese Tradition zu erhalten, sei es wichtig, die jungen Leute frühzeitig heranzuführen. Da Ostern heuer sehr spät sei, werde es wohl keine Schneemassen geben, sondern »eher zum Mähen sein«, fügte Schmied schmunzelnd an. Dass man heuer ein grünes Georgiritt-Zeichen habe, dürfe im laufenden Kommunalwahlkampf indes nicht als Parteiwerbung verstanden werden, scherzte er. Vielmehr seien im Vorjahr ein paar Zeichen übrig geblieben und beim Umfärben habe sich die Farbe Grün einfach angeboten.

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»Wenn wir bei Schnee mit 32 Pferden dabei waren, dann können wir das bei schönem Wetter noch steigern«, zeigte sich der Sprecher der Erlstätter Rosserer, Raimund Schützinger, optimistisch. Für den »schönsten Festtag im Chiemgau« wünsche er sich einen »unfallfreien Ritt«. Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke betonte, dass der Georgiritt eine »Herzensangelegenheit« sei. Er fügte an, dass »ein Ostermontag ohne Ritt in Traunstein nicht vorstellbar ist«.

Musikalisch umrahmt wurde das Erlstätter Rittbitten von der Musikkapelle Grabenstätt und dem Werktagschor der Familien Purzeller und Mitterer. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Georg Schützinger erzählte Franz Purzeller, dass er über 50 Mal beim Georgiritt mitgeritten sei. Seine Premiere habe er mit neun Jahren gefeiert.

Einen Einblick in die mühsamen Vorbereitungen gab seine Ehefrau Ilse. Vor allem das Herrichten und Schmücken der Pferde nehme viel Zeit und Arbeit in Anspruch, doch man habe es immer gern getan. »Ob Teilnehmer oder Zuschauer, glücklich ist ein jeder, wenn er beim Georgiritt dabei sein kann«, resümierte Purzeller. mmü

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