weather-image
16°

Rita Follner offiziell ins Amt eingeführt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Erhielt zur Amtseinführung von der Schule eine Schultüte, die mit viel Symbolik gefüllt war: Die neue Schulleiterin der Mädchenrealschule Sparz, Rita Follner. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein. Die neue Schulleiterin der Maria-Ward-Mädchenrealschule Sparz, Rita Follner, wurde im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Kapelle der Schule offiziell in ihr Amt eingeführt.


Der Leiter des Studienseminars St. Michael, Markus Moderegger, machte deutlich, dass sich trotz der Amtseinführung Follners vieles um die Schülerinnen drehe: »Ihr seid der Mittelpunkt des Hauses.« An den früheren Schulleiter Karl Wastlschmid gerichtet sagte der Pfarrer: »Vergelt’s Gott für den gut geführten 'Stall', den Sie hinterlassen haben.«

Anzeige

Schultüte zur Begrüßung

Das Lehrerkollegium und die Schülervertreter hatten sich zu der Amtseinführung der neuen Schulleiterin etwas Besonderes einfallen lassen. Follner bekam eine Schultüte geschenkt, die mit vielen symbolischen Gegenständen gefüllt war, die sich alle an dem Leitbild der Mädchenrealschule orientierten. Ganz oben steht dabei, dass sich die Schule bewusst als eine Schule im Sinne der Namensgeberin Maria Ward versteht, die sich vor rund 400 Jahren unter hohem persönlichen Einsatz erfolgreich für eine bessere Bildung von jungen Mädchen einsetzte.

Im Leitbild kommen unter anderem die Förderung von Kreativität und dem Ergreifen sozialer Verantwortung genauso vor, wie das In-den-Mittelpunkt-stellen von Mädchen. Die Schule im Geiste von Maria Ward solle auch unter der neuen Schulleitung dem eingeschlagenen, authentischen Weg treu bleiben, der sich in dem Wardschen Satz manifestiert: »Zeig‘ dich so wie du bist und sei so wie du dich zeigst«, betonten die Vortragenden.

Pfarrer Moderegger ging in seiner Predigt auf die Bergpredigt ein und betonte dazu: »Das Leitbild der Sparzer Schule braucht sich nicht zu verstecken. Das passt sehr gut in die Aussagen der Bergpredigt.« Symbolisch überreichte er an Rita Follmer einen gebackenen Schlüssel und verband damit den Wunsch nach Gottes Segen, und den Hinweis, dass sie bei den vielen an sie gerichteten Erwartungen wissen dürfe, dass sie in ihrer wichtigen Leitungsfunktion nicht alleine stehe.

Ralf Grillmayer von der Erzdiözese München sagte zu Rita Follner: »Sie haben jetzt ein schönes Amt.« Gleichzeitig betonte er, dass man dafür von der Managerin über eine Statistikerin zur Seelsorgerin ein sehr breites Spektrum an Tätigkeiten abdecken müsse. Die zuletzt an einer Schule in Franken tätige Schulleiterin habe ganz in biblischer Weise ihre Zelte abgebrochen und sich »in ein gelobtes oder zumindest fernes Land aufgemacht«. Er sei sich sicher, dass sie hier ein gutes Schulumfeld vorfinde.

Hohe Wertschätzung für die Schule

Der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Oberbayern-Ost, Wilhelm Kürzeder, überbrachte die Glückwünsche von Kultusminister Ludwig Spaenle. Zwar sei die Schule der Leitung des Erzbischöflichen Ordinariats unterstellt, trotzdem komme er gerne zu der Amtseinführung. Er betonte die hohe Wertschätzung, die man Sparz entgegenbringe: »Wir reden hier nicht von irgendeiner Schule«, so Kürzeder, der von einer »ungemein leistungsfähigen, wunderbar belebenden und absolut geschätzten Schule« sprach. Er beschrieb den schulischen Werdegang Follners kurz, die in München zur Schule ging und dort studiert hatte, bevor sie dann nach Unterfranken ging. Von dort sei sie nun nach Sparz gekommen. »Es wird ihnen hier nicht langweilig werden«, betonte Kürzeder, der ihr eine offizielle Urkunde zur Amtseinführung überreichte.

Die neue Schulleiterin bedankte sich in ihrer kurzen Ansprache für die Aufnahme in die »als Perle bezeichnete Schule«. Sie sei froh, zur Sparzer Schulfamilie zu gehören. Sie persönlich habe sich das Leitbild der Schule als Motto für den Festgottesdienst gewünscht. »Es ist mir jetzt wichtig, dieses Leitbild mit Leben zu füllen«, sagte Follner. awi

Mehr aus der Stadt Traunstein