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Rinder sterben bei Unfall mit Viehtransporter – Feuerwehr fängt Tiere ein

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Mit schwerem Gerät, darunter der Kran eines Abschleppunternehmens, wurde der zweistöckige Anhänger nach dem Unfall wieder aufgerichtet. (Foto: FDLnews/BeMi)

Traunreut – Eine Jagd auf umherlaufende Rinder, mehrere tote Tiere, eine stundenlange Sperre und enormer Schaden: So lässt sich ein folgenschwerer Unfall und ein ungewöhnlicher Einsatz für die Retter und Polizeikräfte am Dienstag auf der B304 bei Stein an der Traun zusammenfassen.

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Wie die Traunreuter Polizei mitteilt, passierte das Unglück gegen 11 Uhr auf der B304 kurz vor dem Steiner Ortsausgang in Richtung Sankt Georgen. Dort war am Vormittag der Fahrer eines Tiertransporters aus dem Kreis Pfarrkirchen in Richtung Traunstein unterwegs.

Aus unbekannten Gründen kam der Lastwagen-Fahrer nach rechts von der Fahrbahn ab, woraufhin der zweistöckige Anhänger im Bankett umstürzte und längs zur Fahrbahn auf der Seite zum Liegen kam. Beim Sturz auf die Straße, wurde der Anhänger komplett aufgerissen. In diesem befanden sich zu dieser Zeit 25 Rinder.

Zwei der Tiere wurden beim Aufprall schwerst verletzt und mussten noch vor Ort erlöst und notgeschlachtet werden. Eine weitere, davongelaufene Kuh musste auf Höhe der Siedlung Fasanenjäger von der Polizei erlegt werden. Die anderen Rinder liefen auf der Fahrbahn, der angrenzenden Wiese und auf dem Bahngleis umher.

Die Feuerwehren aus Stein an der Traun und Traunreut waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Unter der Einsatzleitung der Steiner Wehr wurde mit Löschschläuchen erfolgreich ein provisorischer Weidezaun errichtet. Alle verbleibenden Tiere konnten wohlbehalten zusammengetrieben werden. Sie wurden mit nachgeforderten Transportern von der Unfallstelle abtransportiert.

Der Verkehr wurde von der Feuerwehr großräumig umgeleitet. Der Lkw-Fahrer blieb bei dem Unfall unverletzt. Zur Absicherung der Einsatzkräfte war eine Rettungswagen-Besatzung im Einsatz. Der Bahnverkehr musste ebenfalls komplett eingestellt werden. Aus diesem Grund waren auch Beamte der Bundespolizei Freilassing vor Ort. Zudem befanden sich Vertreter des Veterinäramtes an der Unfallstelle.

Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 25.000 Euro. Der Anhänger musste von einer Spezialfirma mit schwerem Gerät geborgen werden. Der Verkehrsunfall wurde von der Polizei Traunreut mit Unterstützungskräften aus Trostberg aufgenommen. Die Feuerwehr aus Stein war mit rund 20 Einsatzkräften vor Ort. Unterstützt wurden sie von etwa 15 weiteren Einsatzkräften der Traunreuter Wehr.

Im Bereich der Umleitungsstrecke kam es noch zu einem Zwischenfall. Eine Autofahrerin überfuhr mit ihrem Wagen eine Absperrpylone der Feuerwehr und setzte ihre Fahrt unbeirrt fort. Der Sachverhalt wurde von der Polizei erfasst. Die B304 war an der Unfallstelle voll gesperrt und wurde nach Reinigung der Fahrbahn durch den anwesenden Straßenmeister gegen 15 Uhr wieder freigegeben.