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Riesiges Peterlfeuer in Nußdorf

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Viele Meter hoch loderten die Flammen des Peterlfeuers, das auf der Wiese neben dem Nußdorfer Friedhof abgebrannt wurde. (Foto: Volk)

Nußdorf. Im zweiten Anlauf konnte die Nußdorfer Jugend ihr Peterlfeuer abbrennen. Obwohl es kurz vor Entzünden des Feuers einen kräftigen Regenschauer gab, lockte die Veranstaltung mehrere Hundert Besucher auf die Wiese neben der Pfarrkirche.


Kurz vor Sonnenuntergang wurde der große Holzhaufen in Brand gesteckt, was jedoch gar nicht so einfach war, denn das aufgerichtete Holz war durch den Platzregen nass. Dennoch gelang die »Brandstiftung«. Werden die Flammen den »Peterl«, die Strohpuppe an der Spitze des Holzhaufens - erfassen?, das interessierte am meisten. Diesmal jedoch knickte die Stange, an der die Puppe aufgehängt war, um und der Peterl landete auf dem Boden. Die Strohpuppe wurde deshalb direkt ins Feuer geworfen und in wenigen Sekunden ein Raub der Flammen.

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Die Zuschauer versammelten sich zunächst in respektvollem Abstand um das Feuer, rückten aber immer näher, je mehr es niederbrannte. Bis in den späten Abend hinein wurde am Feuer sowie im nahen »Weber-Stadel« gefeiert. Dort bot die Dorfjugend Brotzeiten und Getränke an. Viele saßen am Feuer zusammen, erfreuten sich an der Sommernacht und vergnügten sich bei einem gemütlichen Ratsch.

Das Peterlfeuer gehört zu den ältesten Brauchtumsveranstaltungen in Nußdorf. Es ist - wie viele kultische, vorchristliche Feuerbräuche in den letzten Junitagen als Sonnwendfeuer zu verstehen. In Nußdorf wird es immer am Fest der beiden Märtyrer-Apostel Petrus und Paulus abgebrannt. Die Strohpuppe, die verbrannt wird, soll böse Geister, Dämonen und feindliche Naturmächte vertreiben. pv.