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»Riesenbude« Lagerhalle

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Petting – 35 mal 11 Meter soll die Lagerhalle für Bauhof und Feuerwehr neben dem neuen Lagerhaus groß werden. Ein Holzständerbau mit sieben Bünden und sieben Toren soll ausreichend Lagerplatz schaffen, eine Zwischendecke weitere Nutzfläche bieten. Auf rund 260 000 Euro kalkuliert der Planer die Kosten bei einer Komplettvergabe. Die Feuerwehr aber hat schon Eigenleistung zugesichert. Nach ausgiebiger Diskussion segnete Pettings Gemeinderat das Vorhaben einstimmig ab.


»Ursprünglich haben wir doch von einem Ersatzbau gesprochen«, überlegte Roland Krammer. Erst sei von acht mal zwölf Meter die Rede gewesen, dann von 20, und jetzt von 35. »Braucht die Feuerwehr wirklich so viel Platz?«, fragte er. Und sollte tatsächlich dereinst ein neuer Bauhof gebaut werden, sei diese Lagerhütte wahrlich überdimensioniert.

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Als »Riesenbude« beschrieb es Philipp Strohmeyer und erinnerte an eine frühere Überlegung, den Bauhof doch »da draußen« zu bauen, man müsste halt jetzt etwas mehr Geld in die Hand nehmen. »Keine Chance, einen gscheiten Bauhof dort zu platzieren«, sieht dagegen Bürgermeister Karl Lanzinger, »es muss passen – samt Umgriff.« Im Übrigen würde man mit dieser Variante wiederum der Feuerwehr keinen Gefallen tun.

»Reserven ja, aber dass ein Teil leersteht ...«, zeigte sich auch Franz-Martin Abfalter ob der Größe skeptisch. Der Rathauschef verwies darauf, dass so manche Gerätschaften jetzt bei der Feuerwehr stünden, die dort nicht hingehörten. »Notstrom-Aggregat, Anhänger, Sandsäcke und anderes mehr könnte man in dieser neuen Lagerhalle unterbringen.« Den geplanten Balkon und das Fenster begründete Lanzinger mit der Übungsmöglichkeit zum »Anleitern«.

»Die Fahrzeughalle ist überbelegt«, berichtete Feuerwehrvereins-Beisitzer Theodor Pastötter. Viele Sachen seien auf Bauernhöfen verteilt und in Garagen privat eingelagert. Demnächst kämen noch Chemie-Schutzanzüge dazu. Pastötter sah an dem Ort die »letzte Chance«, dergleichen in unmittelbarer Nähe zum Feuerwehrhaus zu platzieren.

»Riesengroß, aber wenn man das so hört ...« zeigte sich zweiter Bürgermeister Ludwig Prechtl letztlich überzeugt. Man könne diese Halle auch durchaus für Ausstellungen nutzen, etwa für den »Tauben- und den Hasen-Verein«. Nicht zuletzt könnten unter diesem Dach auch Feste gefeiert werden.

Für den Bauhof günstig platziert sieht das Projekt das Gemeindeoberhaupt, habe doch das nahe Volksbank-Raiffeisen-Lagerhaus bereits zugesichert, bei Bedarf mit einem Stapler auszuhelfen. Eine Elektro-Installation, Kanal und Wasseranschluss sind vorgesehen. »Ein Klo wäre dort sinnvoll«, regte Christian Mayer an, ansonsten müssten Arbeiter nach oben zur Feuerwehr gehen. Wenn man schon 260 000 Euro ausgebe, könne man wohl auch eine Toilette bauen, unterstützte das Martin Häusl. »Das ist eine Lagerhalle«, widersprach Prechtl, damit würde dort eine Putzfrau erforderlich. Die Leitungen vorsehen, dann könne das später immer noch gemacht werden, regte Franz Vordermayer als Kompromiss an.

Strohmayer hätte gerne Genaueres über die Kosten gewusst, worauf Lanzinger ankündigte, mit dem ausgearbeiteten Plan vermutlich mehr sagen zu können. Die Eingenleistungen allerdings ließen sich kaum vorher beziffern. Was noch läuft, ist eine Bebauungsplanänderung, denn die Gemeinde will bis auf einen Meter an die Grundstücksgrenze heranrücken.

Lanzinger ist überzeugt, dass diese große Lagerhalle nicht leerstehen werde. Über die genaue Aufteilung zwischen Feuerwehr und Bauhof werde man sich zu gegebener Zeit unterhalten. Falls Platz bleibe, könnten ja die Vereine etwas einlagern, schlug Prechtl vor, »und im Ernstfall können wir auch was vermieten.« Am Ende stimmten alle zu. höf