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Torfbahnhof Rottau will noch mehr Besucher anziehen – Werkstattbaracke muss saniert werden

Restaurierung steht heuer im Vordergrund

Von Ausstellungen, Musikveranstaltungen und vom ganz normalen Museumsalltag mit vielen Besuchern berichtete der Vorsitzende des Museumsvereins Torfbahnhof Rottau, Ekkehard Barchewitz, bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Hinterwirt in Übersee.

Der Innenbereich der Werkstattbaracke muss noch saniert werden. Förderung erhofft sich der Verein über das Leader-Programm. (Foto: T. Eder)

Barchewitz sprach über 141 normale Führungen und 64 Sonderführungen mit über 4000 Besuchern – und das, obwohl das Museum nur samstags und in den Ferien zusätzlich mittwochs und sonntags geöffnet hat. 55 Prozent der Besucher stammen aus den Landkreisen Traunstein und Rosenheim. In der kommenden Saison werde versucht, die Besucherzahlen weiter in Richtung 5000 zu erhöhen.

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Es galt auch, handwerklich tätig zu werden und an Gebäuden weiter zu arbeiten. Die Werkstattbaracke konnte entkernt und soll nun wieder eingerichtet werden. Dies soll mit Hilfe des Leader-Programms möglich sein. Auch die Sicherheit war eines der beherrschenden Themen. So konnten die Feldbahn-Anhängerwagen mit Klapptreppen ausgestattet werden, das bereits eingefallene Sägewerk wurde endgültig abgerissen und eine große Gefahrenstelle damit entfernt. Es gab einige besondere Veranstaltungen, wie das Konzert an besonderen Orten mit »Schlagwerk am Torfbahnhof« und »Blues und Rock« mit »Blues4Use«. Auch die Fotoausstellungen von Reinhard Gründer und Peter Untermaierhofer zogen viele Interessierte in ihren Bann.

Weiter informierte der Vorsitzende vom Besuch des Laurenzimarkts in Bernau, wo sogar eine Feldbahn aufgebaut wurde. Sehr erfreulich sei darüber hinaus, dass die Sammlung »Schusterbude« nun nach langer Suche und aufgrund der Beharrlichkeit von Claus-Dieter Hotz im Haus der Bayrischen Geschichte in Augsburg eine neue Heimat gefunden habe.

Der Verein habe 107 Mitglieder und leistete 1800 freiwillige Arbeitsstunden im handwerklichen Bereich und 1550 Stunden für Führungen und Zugfahrten. Mit großem ehrenamtlichen Einsatz wird derzeit der »Monster-Truck«, die alte Torfbearbeitungsmaschine, hergerichtet. Wie der Vorsitzende hervorhob, wächst dank der Mitglieder der Maschinenpark, die einen Traktor, einen Minibagger und einen Dumper anschafften.

Das große Restaurierungsprojekt, das vor zwei Jahren mit der Raumanalyse begonnen wurde und sich über Restaurierungsmaßnahmen zur Substanzsicherung wie auch über den Brandschutz erstreckt, wurde mit 486 000 Euro beziffert. Barchewitz berichtete, dass die Finanzierung dieses Projekts fast gesichert sei. Fünf Prozent müsse der Verein selbst aufbringen, was 25 000 Euro darstelle. Hiervon sei lediglich noch ein Rest von 9000 Euro offen und müsse mit Spenden finanziert werden. Jeder noch so kleine Betrag werde dankend angenommen.

In der Vorschau verwies Barchewitz auf den Volkshochschulkurs »Museumsführer« in Prien, der Ende April startet. Zudem werde der Architekt mit der Ausschreibung der Restaurierungsarbeiten beginnen. Während der Restaurierung soll der Museumsbetrieb aufrechterhalten werden. Mit besonderen Veranstaltungen werde man sich dieses Jahr etwas zurückhalten, da die Restaurierung im Vordergrund stehe. tb