weather-image
22°

Reservisten setzen Zeichen der Solidarität

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Helmut Ketzko (links) aus Waging und Hermann Unrecht aus Salzweg bei Passau, beide Reservisten, hatten in Chieming bereits mehr als 90 Kilometer zu Fuß hinter sich. (Foto: Humm)

Chieming. Solidarität, vor allem mit Soldaten im Auslandseinsatz, praktiziert der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, Landesgruppe Bayern, mit seinem vierten »Marsch der Verbundenheit«. Sieben Etappen umfasst der diesjährige 200-Kilometer-Marsch, der am vergangenen Samstag in Altötting begonnen hat und am kommenden Samstag in Bad Reichenhall enden wird. Gestern legten die Teilnehmer in Chieming einen Marschpausentag ein, heute geht es für sie über Traunstein nach Teisendorf.


Chiemings Zweiter Bürgermeister Georg Hunglinger sowie die Vorstandschaften der Schützengesellschaft, der Reservistenkameradschaft Chieming und Chiemgau und der Krieger- und Soldatenkameradschaften Chieming, Hart und Ising-Truchtlaching empfingen die marschierenden Reservisten am Ende ihrer vierten Tagesetappe vor dem Chieminger Schützenheim; von Waging aus waren sie an diesem Tag gestartet.

Anzeige

Irmengard Röhle, Vizepräsidentin Betreuung im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, steckte Hunglinger die »Gelbe Schleife« an, die die Verbundenheit mit Soldaten im Auslandseinsatz dokumentiert. Sie informierte, dass derzeit gut 6000 deutsche Soldaten rund um den Globus im Einsatz sind, körperlich wie seelisch an ihre Grenzen gehen, Not, Elend und Tod erleben und deshalb Solidarität aus der Heimat brauchen. Sie ging auf das Problem posttraumatischer Belastungsstörung ein, das in Deutschland immer noch unterschätzt werde. Einsatzsoldaten würden zurückkehren in eine Konsumwelt und einen krassen Gegensatz zu Leid und Not, zu Todesangst und Willkür erleben. Mit ihren Gefühlen seien sie meist alleine.

»Tu was für dein Land und für diese Soldaten« – dieses Thema hat sich der Reservistenverband auf die Fahne geschrieben, stellte Irmengard Röhle fest. Getragen von diesem Leitgedanken, sind Reservisten zu Fuß unterwegs, um das Thema Solidarität mit unseren Soldaten im Auslandseinsatz durch Überreichen der »Gelben Schleife« in die Städte und Gemeinden zu tragen – mit dem Ziel, die Bürger dafür zu sensibilisieren, wie sehr Soldaten im Einsatz unsere Verbundenheit brauchen.

Im Schützenheim reichte sie noch ein großes »Gelbes Band« umher, auf das alle Anwesenden sich namentlich verewigen konnten. Nach Abschluss des Marsches wird das Band als Zeichen der Solidarität an deutsche Soldaten im Auslandseinsatz geschickt werden. Das gemeinsame Abendessen hatte Holger Knuth, der Vorsitzende der KSK Hart, organisiert. OH