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Rentnerin um hohen Geldbetrag gebracht

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Traunstein. Schon wieder ist eine Rentnerin Opfer eines sogenannten »Schockanrufs« geworden. Diesmal war es eine 72-jährige Seniorin aus Traunstein, die von Unbekannten um einen hohen Geldbetrag gebracht wurde, indem sie ihr von einer angeblichen Notlage ihres Sohnes berichteten.


Die 72-jährige, russischstämmige Traunsteinerin erhielt am Donnerstagnachmittag einen Anruf eines angeblichen Anwaltes, der erklärte, dass ihr Sohn bei einem Verkehrsunfall ein Mädchen angefahren habe. Für Behandlungskosten und Schmerzensgeld würde ein erheblicher Bargeldbetrag benötigt. Der vermeintliche Anwalt bot der Rentnerin die Abwicklung der Angelegenheit an. Ein Mittäter des angeblichen Anwaltes tauchte noch während des Telefonates bei der Traunsteinerin auf und ließ sich einen erheblichen Bargeldbetrag aushändigen.

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Notlage entpuppte sich als Märchen

Kurz nach der Übergabe des Geldes erkundigte sich die 72-Jährige bei ihrem Sohn, von dem sie erfuhr, dass sowohl der Verkehrsunfall, als auch die vermeintliche Notlage fingiert waren. Nun ermittelt die Kripo Traunstein.

Auch im Landkreis Rosenheim wurde in drei Fällen versucht, russischstämmige Personen mit Schockanrufen um ihr Erspartes zu bringen. Die angerufenen Personen in Prien und Rosenheim waren jedoch durch die Berichterstattung der vergangenen Wochen sensibilisiert und gingen auf die Forderungen der Täter nicht ein.

Polizei rät, niemals Geld an Unbekannte zu übergeben

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor den Betrügereien. Sie rät eindringlich:

Seien Sie misstrauisch, wenn sich ein angeblicher Anwalt mit derartigen Geschichten meldet oder wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen.

Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.

Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.

Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

Warnen Sie Ihre Eltern, Großeltern, Onkeln oder Tanten, dass sich »falsche« Kinder, Enkel, Nichten oder Neffen melden könnten.