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Rentner erstochen

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Traunreut – Zehn Monate nach dem Mord an einem Rentner muss sich ein junger Mann vom morgigen Dienstag an vor dem Traunsteiner Schwurgericht verantworten. Der 25-Jährige soll den allein-stehenden Mann am 12. Mai 2014 in dessen Wohnung in Traunreut erstochen haben.


Da der mutmaßliche Täter aus Emsbüren in Niedersachsen laut psychiatrischem Gutachten an Schizophrenie leidet, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass er den Mord im Zustand der Schuldunfähigkeit beging. Sie hat daher seine Unterbringung in einer Nervenklinik beantragt.

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Der Täter hatte den 61-Jährigen erst mit einem stumpfen Gegenstand bewusstlos geschlagen und ihm danach mit einem Küchenmesser 24 Stich- und Schnittverletzungen an Kopf und Hals zugefügt. Das Opfer verblutete. Als Motiv gilt Rache des zuletzt arbeitslosen jungen Mannes über den Rauswurf aus der Wohnung des Rentners.

Für den Prozess vor dem Traunsteiner Schwurgericht sind neun Verhandlungstage vorgesehen. Es handelt sich um eine Antragsschrift in einem sogenannten Sicherungsverfahren nach Paragraf 413 der Strafprozessordnung. Sie sieht vor, den schuldunfähigen Täter nicht ins Gefängnis, sondern in die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Klinik zu bringen. Es werden zahlreiche Zeugen und Sachverständige gehört. Das Urteil soll Anfang Juni verkündet werden. dpa