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Rente mit 63: Das Interesse im Landkreis ist groß

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Das Austragsbankl am Seeufer und ein paar gute Freunde dazu – so ließe sich's aushalten. Wer 45 Jahre lang Beiträge eingezahlt hat, kann ab 1. Juli abschlagsfrei in Rente gehen. Auch im Landkreis Traunstein gibt es bereits einige Anfragen beim VdK-Ortsverband.

Traunstein. Wer mindestens 45 Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert war, kann künftig bereits mit 63 Jahren eine abschlagsfreie Rente erhalten. Auch wenn der Ansturm bislang ausblieb, ist das Interesse an der Rente mit 63 laut VdK-Kreisverband Traunstein groß. »Jedes zweite Gespräch dreht sich um dieses Thema«, so ein Sprecher des VdK in Traunstein. 47 Beratungstermine wurden bislang vereinbart, telefonische Anfragen nicht eingeschlossen, erfuhr das Traunsteiner Tagblatt.


Ab 1. Juli sollen besonders langjährig Versicherte, die 63 Jahre oder älter sind, die Altersrente abschlagsfrei beziehen können. Für Versicherte, die ab 1953 geboren sind, wird die Altersgrenze schrittweise angehoben von 63 auf 65 Jahre, so der Sprecher des VdK-Kreisverbandes Traunstein. Begünstigt sind nur die Geburtsjahrgänge zwischen Mitte 1951 und 1963. Nicht bekannt ist die Zahl der Anträge zur Rente mit 63, die bislang im Landkreis Traunstein eingegangen sind.

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Der Deutschen Rentenversicherung Bund liegen laut Medienberichten aktuell 6 000 Anträge vor. Mit ähnlich vielen Anträgen rechnet man bei den regionalen Rentenversicherungsträgern. Laut einem Sprecher des Bundessozialministeriums sei die Zahl von etwa 12 000 Anträgen nicht sehr hoch.

Die Vorbehalte der Wirtschaft gegenüber der Rente mit 63, zahlreiche Erwerbstätige könnten früher ausscheiden, was den Fachkräfteengpass verschärfen werde, sieht man beim VdK-Kreisverband Traunstein nicht ganz so dramatisch. Allerdings gebe es im Landkreis durchaus Beispiele, in denen die vorzeitige Rente für Missmut beim Arbeitgeber sorgte: »Wir hatten einen Fall aus der Bauwirtschaft, da wollte ein Chef seinen Arbeitnehmer nur sehr ungern gehen lassen.« kp