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Renovierung der Rottauer Leonhardikapelle ist fast fertig

Grassau. Nachdem die Renovierung der Leonhardikapelle in Rottau nahezu abgeschlossen ist, lobte Bürgermeister Rudi Jantke jetzt das ehrenamtliche Engagement der vielen freiwilligen Helfer. Besonders hob er den Tourismus- und Heimatverein mit Vorstand Hubert Praßberger hervor, der immer wieder gute Vorschläge bringe und mit der Gemeinde hervorragend zusammenarbeite.

Eine besondere Note verleihen der Rottauer Leonhardikapelle, im Volksmund auch »Schusterkapelle« genannt, die beiden Marterl am Eingang. Sie erinnern an zwei Unglücke, bei denen in den 1860-ern Menschen ums Leben kamen. (Fotos: Adersberger)
Frisches Trinkwasser finden rastende Radler und Wanderer neuerdings an dem neuen Brunnen am Rastplatz beim Gasthaus Messerschmied in Rottau.

Dem Organisator dieser Maßnahme, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, Hias Hofmann, und Reinhard Huber, der mit Abstand die meiste Arbeit geleistet hat, überreichte Jantke als Dank je einen Band der Grassauer Chronik.

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Die Leonhardikapelle, die im Volksmund auch »Schusterkapelle« genannt wird, wurde im 18. Jahrhundert erbaut. 1925 war sie das Ziel des ersten Leonhardiritts in Rottau. Nach 40 Jahren ohne Leonhardiritt ließen der Wirt Ludwig Praßberger und sein »Rosserer-Stammtisch« 1996 diesen alten Brauch wieder aufleben. Seither findet alle zwei Jahre in Rottau wieder ein Leonhardiritt statt.

Die Lage direkt an der Bundesstraße führte besonders im Winter mit dem Streusalz zu Schäden an der Kapelle. Die Gemeinde beauftragte deshalb eine Spezialfirma, die die Feuchtigkeit am Mauerwerk behob. Nach Ausbesserungsarbeiten an den Wänden konnte Huber mit dem Weißeln beginnen.

Eine besondere Note verleihen der Kapelle die beiden Marterl neben dem Eingang. Die Originale werden im Archiv der Gemeinde aufbewahrt. Die Gemälde zu den beiden Unglücksfällen schuf der Maler Franz Feistl aus Aschau. Die Kosten dafür übernahm der Krieger- und Kameradschaftsverein. Er erhielt dafür ein besonderes Lob vom Bürgermeister.

Auch am Rastplatz beim Gasthaus Messerschmied gab es in der letzten Zeit Veränderungen. Dort steht ein neuer Brunnen mit einem Wasserspender mit Trinkwasser, so dass die vielen dort rastenden Radfahrer ihren Durst löschen können. Der Trog besteht aus Granit, der Brunnen aus Sandstein. Die Umsetzaktion übernahm die Gemeinde, die Kosten für den Brunnen über 1000 Euro, spendete der Tourismus- und Heimatverein.

Zuletzt begutachtete man noch den kleinen Park beim Haus der Dorfgemeinschaft. Dort steht der Findling jetzt mehr im Mittelpunkt und die gesamte Anlage wurde gärtnerisch aufgewertet. Im nächsten Jahr soll unter der Leitung von Stefan Kattari, einem Biologen des Ökomodells Achtental, eine Blumenwiese angelegt werden. ja