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Renaturierung des Alpbaches

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Der Alpbach fließt derzeit unter anderem »Am Rain« direkt an den Häusern entlang. (Foto: Reichenbach)

Schleching. Die ökologische Maßnahme zur Renaturierung des Alpbaches werden die Gemeinde und die Elektrizitätswerk Schleching eG (E-Werk) als gemeinsames Projekt angehen. Im Bürgerhaus informierten Bürgermeister Josef Loferer, der Vorstandsvorsitzende Jakob Riedlsperger des E-Werkes und der Planer Ralf Schindlmayr die Bürger als Anlieger des Alpbaches.


Die Gemeinde hatte bereits 2009 die Flächen entlang des Alpbaches von der Brücke der Bundesstraße 307 in Schleching bis zum Landerhauser Weg als ökologische Ausbaufläche erworben. Als erste Pflegemaßnahme war 2010 in Höhe der Einmündung des Steindlgrabens Kies entnommen und ein bachbegleitender Weg für Baumaßnahmen und den Kanalunterhalt gebaut worden.

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Eine neue Situation ergab sich im vergangenen Jahr. Durch ökologische Maßnahmen kann das E-Werk später eine erhöhte Einspeisungsvergütung erzielen. Inzwischen führte die Gemeinde Gespräche mit Behördenvertretern und Vertretern des E-Werkes auch vor Ort. Die erforderlichen Flächen sind geregelt. Maßnahmenträger ist das E-Werk.

Riedlsperger nannte als Baubeginn Mitte Oktober, nachdem der Bach abgefischt ist. Die Dauer der Maßnahme ist stark witterungsabhängig. Die Erdarbeiten sollten nach Aussage des Planers idealerweise im Herbst und Winter, die Bepflanzung im Frühjahr vorgenommen werden, andernfalls verschieben sich die Arbeiten auf Frühjahr und Herbst 2013.

Jakob Stadler fragte nach der Gewässerordnung und Haftung. Laut Planer liegen Haftung und Unterhalt bis zur Brücke der B  307 beim Wasserwirtschaftsamt. Hier werde noch geklärt, ob der Bereich künftig in die Zuständigkeit des E-Werkes fällt. Der weitere Bereich als Gewässer dritter Ordnung ist bisher Sache der Gemeinde und gehe nach der Maßnahme auf das E-Werk über. Der Planer erklärte, dass der deutlich verbreiterte Gewässerquerschnitt für die Anlieger eine Verbesserung des Abflusses bringe. Ein Haus am Bach sei jedoch einer gewissen Gefahr ausgesetzt, die mit einer Elementarversicherung abgesichert werden könne.

Zur Frage von Rupert Loidl zu den Eigentumsverhältnissen bei Verlandung sagte der Planer, dass der Bach nach seiner Einschätzung keine Verlandungsdynamik habe. Die Berme gehöre grundsätzlich zum Gewässer. Der Bürgermeister betonte, dass auf der Häuserseite keine Maßnahmen vorgesehen sind. Das Baggern wird Robert Spantringer, die Bepflanzung Garten- und Landschaftsbau Markus Balsberger übernehmen, die als Ortsansässige mit den Gegebenheiten vertraut sind. bre