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Remondis muss für Lärmschutz sorgen

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Chieming – Der Gemeinderat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung nach der Sommerpause einvernehmlich für die Aufstellung des Bebauungsplans »Gewerbegebiet Laimgrub« aus und stimmte auch der Änderung des Flächennutzungsplans für Laimgrub zu.


Als Voraussetzung dafür nannte zweiter Bürgermeister Georg Hunglinger, der in Vertretung von Bürgermeister Benno Graf die Sitzung leitete, dass die Entsorgungsfirma Remondis die Nutzung ihrer Werkstatthalle bekannt gibt, die Planung einer Filteranlage vorantreibt, die Stellplätze benennt und den Bau von Schallschutzmaßnahmen zusagt. Zudem wurde ein Schallgutachten gefordert – die Auflagen müssen in der Baugenehmigung dargestellt werden, hieß es.

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Laut Hunglinger habe die Firma Remondis den Voraussetzungen zugestimmt. Weiter sagte Hunglinger, dass auf dem Anwesen in Laimgrub eine dauerhafte wie auch vorübergehende Lagerung von Abfällen nach wie vor nicht zulässig ist. Hunglinger informierte die Räte, dass sich mit dieser Angelegenheit auch noch der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags befassen wird. Ende August gab es bereits eine Ortsbesichtigung dazu.

Hunglinger verlas vor der Abstimmung die Einwendungen des Anliegers Martin Hundseder, der durch die Werkstatthalle seine Wohnqualität massiv beeinträchtigt sieht. Vor allem vermisste Hundseder demnach im Bebauungsplan das Fehlen von Schallschutzmaßnahmen. Sebastian Heller (Bündnis 90/Die Grünen) sah in dem neuen Antrag eine wesentliche Verbesserung durch die Ertüchtigung des Schallschutzes – er werde die Lärmbelästigung reduzieren.

Als öffentliche Gemeindestraße gewidmet wurden dann die Verlängerung des Forstweges in Hart mit einer Länge von 105 Meter und die Stichstraße am Nordende der Stötthamer Straße. Die Verlängerung dieses Teilstückes beträgt 49 Meter, die Gesamtlänge ist 877 Meter. Das Gremium sprach sich einstimmig dafür aus.

Ein weiterer Punkt war der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen zur Beschilderung einer Gefahrenstelle bei Arlaching auf dem Chiemsee-Radweg. Anliegerin Christa Tauser sagte dazu, an der ihrer Meinung nach gefährlichen T-Kreuzung gebe es immer wieder Unfälle an der 90-Grad-Kurve, wenn Radler nach links zum See hinunter abbiegen wollen. Sie habe jährlich im Schnitt fünf bis sechs Fahrradunfälle registriert. Ein Schild könnte die Unfallhäufigkeit wesentlich verringern.

Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, dass Bürgermeister Graf sich der Sache annehmen wird, und beauftragte ihn, den Unfallschwerpunkt mit der Anliegerin nochmals in Augenschein zu nehmen. OH