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Rektor Peter Wänke in den Ruhestand verabschiedet

Kirchanschöring. Nach rund 34 Dienstjahren, zuletzt als Rektor der Grundschule Kirch-anschöring, wurde Peter Wänke zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolgerin im neuen Schuljahr ist seine bisherige Stellvertreterin Maria Bachmayer.

Bachmayer würdigte bei der Feier den scheidenden Rektor als Person mit Herz und hohen Führungsqualitäten. »Er war Neuem gegenüber aufgeschlossen und hatte eine moderne Einstellung.« Zudem habe er viel für die Schule getan.

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Bürgermeister Hans-Jörg Birner bestätigte dies in seinem amüsanten Zwiegespräch mit Wänkes Schul-Kasperl, den er durch Handbewegung zum Leben erweckte. Zugleich erinnerte Birner damit daran, dass Wänke das Ausdrucksmittel Puppenspiel oft verwendete und dessen pädagogische und komische Aspekte in das Lehr-Konzept einbaute, um der inneren Bilderwelt der Kinder Nahrung zu verschaffen. »Abgerackert hat sich Wänke in den 20 Jahren, in denen er an der Kirchanschöringer Schule gewirkt hat«, meinte der Kasperl. »Und schau an, wie gut die Schule und die ganze Schulfamilie beinand' sind: Ohne ihn wäre die Evaluation nicht so gut gelaufen.« Sowohl die Schulleitung als auch die Lehrer seien dabei von den Experten des Kultusministeriums mit Bestnoten bedacht worden und hätten der Schule bestätigt, dass sie in nahezu allen Feldern auf hohem Niveau arbeite. »Respekt Chef, da hast das dene in Minga nomoi richtig zoagt, wie a Schui aa gführt wern koa«, sagte der Kasperl und erinnerte daran, dass es ab Herbst einen Lehrer weniger an der Grundschule gibt. »I sog bloß: Zvui Lehrplan und zwenig Stunden.« Bürgermeister Birner dankte dem Kasperl für das Gespräch, das er nicht weiter vertiefen wollte, und dem scheidenden Wänke »für die lange, äußerst angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit«.

Schulrat Klaus Biersack bestätigte, dass nicht nur Wänkes Kasperl- und Handpuppengeschichten allseits bekannt und beliebt waren: »Was könnte ich über einen Pädagogen Schöneres sagen, als dass er ein Freund der Kinder war.« Er sei ein Vollblutpädagoge mit großen Begabungen, dabei steche seine Musikalität besonders hervor. Im Bereich der Musik gebe es viele Publikationen von Wänke, mehrfach sei er mit Schülern in Fernsehsendungen des ORF zu sehen und in diversen Rundfunksendungen zu hören gewesen, wobei er auch selbst komponierte Lieder vorgetragen habe. »Sie waren aber auch der erste Rektor im Landkreis, der als Systembetreuer in einer Grundschule fungierte.« Wänkes Kenntnisse auch auf diesem Gebiet seien hervorragend, würdigte der Schulrat »die überzeugende Lehrerpersönlichkeit mit hoher beruflicher Kompetenz und reicher Erfahrung«. Wänke habe in seinem Aufgabenbereich sehr gute Arbeit geleistet, die von allen an der Schule Beteiligten hohe Akzeptanz und Wertschätzung gefunden hätte.

Biersack erinnerte auch, dass sich Wänke in den letzten Monaten seiner Dienstzeit noch mit Themen wie »Kombiklassen« beschäftigen musste: »Wie offensiv und konstruktiv Sie sich in Zusammenarbeit mit der zukünftigen Schulleiterin diesem Thema gestellt haben, verdient Respekt und Anerkennung«, betonte der Schulrat.

Auf eine hervorragende Zusammenarbeit mit Wänke konnte auch die Rektorin der Mittelschule Salzachtal, Eva Siglbauer, zurückblicken. Sie verabschiedete sich auch im Namen ihres Stellvertreters Wolfgang Baumann auf poetische Weise mit dem Gedicht: »Ich wünsche Dir Zeit.« Die Schulleiterin des Sonderpädagogischen Förderzentrums Traunstein, Kira Nay, bedankte sich für die Betreuung der vom Sonderpädagogischen Förderzentrum nach Kirchanschöring ausgelagerten Klasse. Mit einem Dank und guten Wünschen für die Zukunft schloss sich die Vorsitzende des Elternbeirates, Brigitte Seitz, an. Und die Schülersprecher wünschten ihm, dass er noch oft und gerne an die Kirchanschöringer Schüler denke.

Zwischen all den Ansprachen traten die Schülerinnen und Schüler auf die Bühne, um sich mit ihren einstudierten Tänzen und fröhlich stimmenden Liedern und Gedichten feierlich von ihrem »Reks« zu verabschieden. Peter Wänke zeigte sich sichtlich gerührt und dankte den Schülern und allen Lehrkräften, die mitgeholfen hatten, diese schöne Feier zu gestalten. Sein Dank galt auch jenen, die ihn in der Schule und in den 20 Jahren seiner Arbeit in Kirchanschöring unterstützt haben. Dazu gehörte auch die Gemeinde selbst, die den Schulort und die Schule zu etwas Besonderem werden ließ, »da sie für gute Rahmenbedingungen und einige Besonderheiten sorgte.« Ein besonderes Lob galt Bürgermeister Hans-Jörg Birner: »Es war immer wieder beeindruckend und angenehm zu erfahren, wie sehr Sie sich für die Belange der Schule eingesetzt haben und wie sehr Sie sich auf qualitativ höchstem Niveau sowohl öffentlich als auch schriftlich immer wieder eloquent und kompetent an die richtigen Stellen gewandt haben«, betonte Wänke, bevor er seine Gitarre zur Hand nahm und mit vier eigenen Abschiedsliedern unter anderem auch den Mitarbeitern des »ehrenwerten Schulhauses« und dem Bauern von Hof, Josef Huber, Anerkennung zollte. Ehe ein gemeinsames Schlusslied angestimmt wurde, betonte Peter Wänke noch, dass er dort eine erfüllte Zeit hatte, in der es viel Kinderlachen und kaum mal einen Streit gab. ca