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Rekordverdächtige fünf Minuten

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Traunstein. Rekordverdächtig kurz war die öffentliche Sitzung des Kreisausschusses Traunstein am Mittwoch: Nach genau fünf Minuten war die Tagesordnung abgehandelt.


Auf Antrag des Anbieterzusammenschlusses »Urlaub auf dem Bauernhof im Chiemgau«, der im Maschinen- und Betriebshilfsring Traunstein organisiert ist, gewährte das Gremium mit Landrat Hermann Steinmaßl einstimmig einen Zuschuss für das Jahr 2013 von 7700 Euro. Der Betrag entsprach dem Kreiszuschuss der Vorjahre. Mit 17 722,93 Euro fiel der Anteil des Landkreises Traunstein an der vom Landkreis Rosenheim durchgeführten Hagelabwehr gut 3300 Euro höher aus als im Vergleichszeitraum 2011 mit 14 544,59 Euro. Die Gründe: Die Zahl der Flugminuten auf Kreisgebiet erhöhte sich um 124 auf 899 Minuten, die versprühte Menge an Silberjodid kletterte von 130 auf 166 Liter. Eine Rolle bei der Berechnung spielte zusätzlich der Anteil der Flugminuten an der insgesamt geflogenen Zeit. Da reduzierte sich der Traunsteiner Anteil von 22,7 auf 19,8 Prozent. Nach Worten des Landrats wird die Grundsatzentscheidung, sich an der Hagelabwehr zu beteiligen, im März 2014 bereits zehn Jahre alt. Einmütig gab der Kreisausschuss der Abrechnung den Segen.

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Für zwei Beschlüsse aus nicht-öffentlicher Sitzung hoben die Mitglieder die Geheimhaltung auf. Der Auftrag für das Gewerk »Abbruch Ostflügel« am Johannes-Heidenhain-Gymnasium Traunreut ging an die Firma Zosseder, Eiselfing, mit einem Umfang von 166 140,42 Euro brutto. Die Mehrkosten von 19 965,94 wurden genehmigt. Das Angebot der Firma Posch aus Nußdorf für das Gewerk »Salzlagerhalle« am Kreisbauhof in Nußdorf erhielt den Zuschlag mit einem Volumen von 887 357,25 Euro brutto.

Aus dem gestrigen »geheimen« Teil kam nachträglich eine weitere freigegebene Information aus dem Landratsamt. Demnach sind Kauf und Einbau einer CNC-Fräsmaschine für die Gewerbliche Berufsschule I abgeschlossen und abgerechnet. Das moderne, ausbildungsgerechte Gerät, seit Schuljahresbeginn in Betrieb, war fast 295 000 Euro teuer. Der Um- und Einbau erforderte einen Zusatzaufwand von knapp 226 000 Euro. Der Kauf geht zu Lasten des Schulhaushalts, die Installation wird aus dem Bauunterhalt finanziert. Im Zuge der Umbauarbeiten wurden auch Brandschutzmängel behoben.

Dank sagte Hermann Steinmaßl dem Kreisausschuss für seine Arbeit »in einem sehr ereignisreichen Jahr mit vielen spannenden Themen«. Den Goldkessel aus dem Chiemsee, das Hochwasser im Juni und die Olympiabewerbung nannte der Landrat stellvertretend. Viele Bauprojekte seien auf den Weg gebracht worden. kd

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