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Rekordniveau bei Inzeller Gästeankünften

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Inzell. Zufrieden zeigte sich Gerhard Steinbacher, Geschäftsführer der Inzeller Touristik GmbH (ITG) beim von den Vermietern gut besuchten Tourismusabend im »Haus des Gastes«: Noch nie buchten so viele Gäste einen Aufenthalt in Inzell.


War bereits 2012 mit 114 000 Ankünften die sehr hohe Beliebtheit des Ortes zu erkennen, so stiegen die Zahlen abermals um 1477 beziehungsweise 1,3 Prozent auf 115 800. Die Zahl der Übernachtungen, die seit 2009 um etwa 90 000 angestiegen war, konnte im Vergleich zum Vorjahr nicht ganz gehalten werden, sondern ging um 1,4 Prozent auf 608 668 Übernachtungen zurück. Schuld daran ist der Trend zum Kurzurlaub: Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer verkürzte sich erneut auf 5,25 Tage.

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»Im Vergleich zur Entwicklung im bayernweiten Urlaubstourismus und insbesondere im Chiemgau kann man damit sehr zufrieden sein«, so Steinbacher. Hinzu kommen etwa 10 000 Übernachtungen von Zweitwohnungsbesitzern. Die Auslastungsquote blieb trotz der leichten Delle bei den Übernachtungen wegen weggefallener Betten gleich bei 34,1 Prozent.

Die 6000 bis 7000 zusätzlichen Übernachtungen durch die Biathlon-WM 2012 fehlten im Vorjahr. Gute Monate waren 2013 der Februar mit einem Plus von 7000 Übernachtungen dank des Eisschnelllauf-Weltcups und einer allgemein besseren Nachfrage nach dem Winterurlaub, der Mai mit einem Plus von 3500 Übernachtungen dank der Pfingstferien und der August, der mit 97 500 Übernachtungen das beste August-Ergebnis seit 2005 brachte. Der Öffnung der Eislaufhalle im Juli war es laut Steinbacher zu verdanken, dass in diesem Monat nur Einbußen von 500 Übernachtungen zu verzeichnen waren. Der Herbst war leicht rückläufig, aber stabil. Die stärksten Einbußen gab es mit einem Rückgang um 5300 Übernachtungen wegen des katastrophalen Wetters im Juni. Das erstmalige Hi-Rock-Festival, das für heuer aufgrund fehlender zugkräftiger Bands vom Veranstalter ersatzlos gestrichen wurde, brachte Inzell geschätzte 1500 zusätzliche Übernachtungen. Unterm Strich stellte der ITG-Chef fest, dass die Monate Juli bis Oktober die stärksten Monate sind und dass vor allem im Januar und Februar noch Luft nach oben sei.

Die Gäste kommen zu etwa einem Drittel aus Bayern, was ein Fünftel aller Übernachtungen ausmacht, gefolgt von Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen. Sorgen macht Steinbacher der weitere Wegfall traditioneller Beherbergungsbetriebe wie des Cafés Kreuzfeld oder – durch die Nutzung als Asylbewerber-Unterkunft – des Gasthofs Fantenberg. Er begrüßte, dass sich auf der anderen Seite einige Betriebe professionalisieren, und ermutigte die örtlichen Kleinvermieter, sich weiterhin dem Wettbewerb zu stellen.

Im Vorjahr wurden 50 Reisegruppen direkt über die ITG abgewickelt. Für heuer haben bereits 40 Gruppen bei der ITG gebucht, darunter sind 15 Buchungen aus Großbritannien, Lettland, Ungarn und der Tschechei. Das Inzeller Touristik-Team unternahm Verkaufsreisen zu Veranstaltern und Vereinen und besuchte Seminare, um Kontakte zu knüpfen. Die Kooperation mit Discountern auf der Billigpreis-Schiene wurde zurückgefahren: Laut Steinbacher muss das künftige Ziel sein, »notwendige Preise am Markt durchzusetzen, um auch künftig als Vermieter für Investitionen gerüstet zu sein«.

Ausführlich berichtete Steinbacher auch über weitere Werbemaßnahmen, zum Beispiel über »Social Media«, den Prospekt »Mein Urlaub 2014/2015«, der auf doppelseitige Bilder mit Kurztexten setzt, oder Pressereisen wie im Juni 2013. Die »Inzell Card Plus« sei in der 5. Saison sehr erfolgreich: Inzwischen seien 252 Vermieter-Betriebe dabei, und 68 Prozent der Übernachtungen wurden über diese Karte getätigt.

Für heuer hat sich das ITG-Team eine Überarbeitung des Internetauftritts, eine neue Wanderkarte, den »Erlebnislanglauf« von Inzell nach Reit im Winkl im Januar und die Gestaltung der Wanderausgangspunkte Adlgaß und Zwing vorgenommen. Einen Akzent will Steinbacher auch auf die Qualitätssteigerung legen. Positive Impulse für eine Aufwertung der Dorfmitte erwartet er sich vom Umbau des Hotels zur Post. vm

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