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Rekordbilanz von 14 716 Dienststunden gezogen

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Feuerwehrvorstand Matthias Strohmayer (rechts) und Kommandant Rupert Kink (von links) gratulieren Christian Hiendl und Hans Stein zum Ehrenabzeichen für ihre 25- und 30-jährige aktive Dienstzeit. (Foto: vom Dorp)

Übersee. »Ihr könnt stolz auf das Geleistete sein«, lobte Bürgermeister Marc Nitschke »seine« Feuerwehrleute. »Eure – wie immer – beeindruckende Bilanz habt ihr heuer durch das Hochwasser noch einmal gewaltig getoppt.« Die Grundlage von Nitschkes Wertschätzung waren vor allem 418 Einsätze (2012: 190) mit 7176 Stunden (2012: 3719). Zusammen mit Übungen, Ausbildungen, Gerätepflege und Besprechungen haben die Floriansjünger 14 716 ehrenamtliche Dienststunden (2012: 11 076) für die Allgemeinheit geleistet.


»Man kann sich immer auf uns verlassen«

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»Wir sind rund um die Uhr für die Bevölkerung da, und man kann sich immer auf uns verlassen.« Mit diesem Bekenntnis in der mit rund 100 Besuchern sehr gut besuchten Jahresversammlung im Gasthof zur schönen Aussicht hat die Feuerwehr Übersee ihr außergewöhnliches, ehrenamtliches Engagement bekräftigt.

Das zeigte sich im vergangenen ereignisreichen und durch das Hochwasser geprägten Jahr besonders deutlich. »Es war so arbeitsintensiv wie nie zuvor«, betonte Vereinsvorstand Matthias Strohmayer. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang nicht nur seinen Kameraden, sondern auch den Überseer Bürgern und Firmen für ihre »großartige Unterstützung«. Besonders gut hätte die Dauerpräsenz von Bürgermeister Nitschke getan. Auf das abwechslungsreiche Vereinsleben ging zunächst Schriftführer Tobias Plenk ein. Dabei lebten noch einmal viele Erinnerungen an den Vereinsausflug zum Achensee sowie an etliche sportliche, kirchliche und vereinsinterne Veranstaltungen auf. Wiederum von Erfolg gekrönt gewesen sei laut Plenk das traditionelle Weinfest.

245 Einsätze betrafen allein das Hochwasser

Über die lange und vielfältige Liste der Einsätze im vergangenen Jahr sprach dann der Zweite Kommandant Michael Stefanutti. Das Hochwasser mit 245 Einsätzen sei dabei die größte Herausforderung gewesen. Eine Woche lang hatten 75 Feuerwehrler im Schichtbetrieb und bei ständig besetzter Wache allein 3216 Einsatzstunden geleistet. Dennoch habe man einen Gesamtschaden von etwa 1,2 Millionen Euro für die Gemeinde nicht verhindern können.

Neben den Hochwassereinsätzen standen laut Stefanutti die technischen Hilfeleistungen mit 64 Einsätzen im Mittelpunkt der Feuerwehr-Aktivitäten. Es folgten 57 Sicherheitswachen, 26 Brandeinsätze, 23 freiwillige Tätigkeiten, und dreimal gab es einen Fehlalarm.

Nach den Worten des Kommandanten sahen sich die Feuerwehrler bei den technischen Hilfeleistungen sowohl mit Personen- und Tierrettungen, als auch mit schweren Verkehrsunfällen samt eingeklemmter Personen, Ölwehreinsätzen und der Entsorgung von Chemikalien konfrontiert. Sehr einsatzintensiv sei Stefanutti zufolge auch wieder das Chiemsee-Reggae-Fest für die Feuerwehr gewesen. Von Mittwochmittag bis Montagmittag waren 17 Aktive rund um die Uhr zum Schutz des Festivals im Einsatz.

Bei den Bränden lag der Fokus im zurückliegenden Jahr vor allem auf Auto- und Kleinbränden. Aber auch einige Großbrände wie Wohnhaus- und Waldbrände mussten gemeistert werden. Hierbei hätten sich laut Stefanutti die modernen Ausrüstungsgegenstände, wie die optimale Schutzkleidung, Wärmebildkamera und Lüfter sowie das vor einigen Jahren angeschaffte Buggy, bewährt.

Knapp 5700 Stunden für die Übungen

»Über die normalen Einsätze hinaus haben die 73 Aktiven wieder etliche Übungs- und Ausbildungseinheiten absolviert«, berichtete Kommandant Rupert Kink nicht ohne Stolz. Insgesamt seien 321 Maßnahmen in 5963 Stunden abgearbeitet worden.

Zur Freude der Feuerwehrfamilie hatte die Jugendfeuerwehr 2013 einen großen Zulauf. Sie konnte ihren Personenbestand auf nunmehr 17 Mädchen und Buben mehr als verdoppeln. Eine frohe Botschaft bescherte auch Kassenwart Hans Stein der Versammlung. Aus allen drei Finanzbereichen zusammen war ein gutes Polster erarbeitet worden.

Übungen an der Rauchdurchzündungsanlage

Seine Wertschätzung für die Leistungen der Feuerwehrler und die erfreuliche Entwicklung der Jugendarbeit brachte Kreisbrandinspektor Georg König zum Ausdruck. Christof Grundner von der Kreisbrandinspektion informierte über jeweils fünf Übungen an der neuen Rauchdurchzündungsanlage am Überseer Bauhof vor und nach der Sommerpause mit etwa 100 Leuten.

Zum Abschluss gab es Ehrungen und Beförderungen verdienter Mitglieder. Für ihre langjährigen aktiven Dienstzeiten wurden mit Ehrenabzeichen geehrt: Hans Stein (25 Jahre), Christian Hiendl (30 Jahre) und – in Abwesenheit – Rudolf Posselt (40 Jahre). Mit Urkunden wurden die Beförderungen besiegelt von Rudolf Rosenhuber und Peter Burghartswieser zum Oberfeuerwehrmann sowie von Tobias Plenk, Michael Grad, Michael Waschin und Bernhard Gasser zum Löschmeister.

Wegen der Altersgrenze von 63 Jahren aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und mit viel Beifall bedacht wurden Doris Steiskall, Karl Maresch, Hans Einerdinger, August Gschoßmann und Sebastian Zillner. bvd