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Besucher waren fasziniert von der Einfachheit der Unterkunft und von der grandiosen Aussicht

Rekordbesuch in der Steiner Einsiedlerklause

Traunreut – Das traumhafte Herbstwetter lockte über 250 Interessierte – das war Rekordbesuch – nach Stein an der Traun zur Einsiedlerklause in Stein. Viele Einheimische benutzten ihre Fahrräder und machten von dem Angebot ebenso Gebrauch wie Schüler der Schule Schloss Stein, die aus aller Herren Länder kommen. So schrieb eine Schülerin als Heimatland Japan und eine andere Mexiko in das Gästebuch.

Es war ein einfaches und karges Leben, das die Klausner in der Steiner Einsiedlerklause führten.

Sie zeigten lebhaftes Interesse an der Erkundung des historischen Umfelds, in dem sie wohnen, und erkundigten sich eingehend über die Nutzung der Schlossgebäude ehedem. Auch der Förderverein der Burg Loch bei Regensburg mit seinem Vorsitzenden Michael-Andreas Schönharting kam mit 25 Mitgliedern mit dem Bus, um Burganlage und Klause zu besichtigen. Die Burg Loch besteht aus zwei mit Mauern ausgestatteten großen Höhlenräumen. Daran schließen sich ein weitverzweigtes Netz aus kleinen Nebenräumen der Höhle an. Die beiden großen Räume wurden wie ehedem in Stein zu Wohnzwecken genutzt. Die Vereinsmitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, dieses Kleinod zu sanieren und damit zu erhalten. Natürlich war das Interesse groß und die in Stein gewonnenen Eindrücke nachhaltig. Ein Gegenbesuch der Freunde der Burg Stein wurde in Aussicht gestellt.

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Der vom Verein der Freunde der Burg Stein zum Klausner ehrenhalber ernannte Josef Fürmeier, assistiert von den Burgvereinsmitgliedern Raimund Wudke, Bärbel Wudke sowie den Herren Franz und Markus Wolf, Erich Wernhöfer und Dr. Michael Elsen, waren bestens beschäftigt, um Fragen rund um das Leben und die soziale Stellung des Klausners, aber auch Fragen zur Geschichte und zum Bau der im Steiner Felsen gleich einem Schwalbennest eingebrachten Klause wie der Geschichte des Schlosses Stein zu beantworten.

Nachdem alljährlich vom Nagelfluhfelsen Sandsteine auf den Weg zur Klause herabfallen und die Treppen Schaden nehmen, mussten vor dem Klausentag unter Anleitung von Josef Fürmeier der Weg gereinigt und die Treppen instandgesetzt werden.

Ausnahmslos waren die Besucher von der Schlichtheit der Bedingungen, unter denen der Klausner lebte, fasziniert. Auch die schöne Aussicht von der Klause aus wurde bewundert. Bedauerlicherweise fand sich jedoch keiner der vielen Interessierten bereit, in die Fußstapfen des letzten Klausners Alois Zink, der 1934 die Klause verlassen musste, zu treten, seine Dienste zu versehen und die Räume mit Leben zu erfüllen. Natürlich war mit dem Besuch der Klause auch ein Gang durch die Höhlenburg verbunden, um sich mit der Sage rund um den Heinz vom Stein vertraut zu machen.

Die Höhlenburg zu Stein ist ab sofort für Besucher geschlossen. Eventuell noch vorhandene Mops-Fledermäuse werden einziehen. Ihnen soll in den Höhlen ihre Winterruhe gegönnt werden. Die Einsiedlerklause zu Stein, die vom Verein der Freunde der Burg Stein betreut wird, ist wieder im nächsten Jahr am dritten Sonntag im Oktober geöffnet. mix