weather-image

Reit im Winkl würdigt Ehrenamtliche

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Mit einem Emailleschild von Reit im Winkl bedankte sich Bürgermeister Josef Heigenhauser (rechts) bei dem scheidenden Feuerwehrkommandanten Hubert Heistracher. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. In einem einstündigen Referat fasste Bürgermeister Josef Heigenhauser bei der Bürgerversammlung in Reit im Winkl das politische Geschehen des vergangenen Jahres zusammen. Etwas über 200 interessierte Bürger kamen dazu in den Festsaal. Wesentliche Inhaltspunkte waren dabei die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur, viele Daten zum Haushalt und zur Wasserversorgung sowie Veränderungen beim Tourismus.


Für die Gemeinde war diese Bürgerversammlung aber auch Gelegenheit, den scheidenden Kommandanten der Feuerwehr, Hubert Heistracher gebührend zu würdigen. Er hatte kürzlich nach 18 Jahren sein Amt abgegeben. Heistracher habe laut Heigenhauser in den vielen Jahren seiner Amtszeit Tausende Stunden für die Gemeinde Reit im Winkl geleistet und viele Initiativen der Feuerwehr, wie die Gründung der Jugendfeuerwehr, tragen seine Handschrift. Als Anerkennung seiner Verdienste überreichte Heigenhauser dem scheidenden Kommandanten ein Emailleschild mit dem Bild seines Heimatortes.

Anzeige

Dankesworte richtete der Bürgermeister zuvor aber auch an viele weitere ehrenamtliche Helfer in der Gemeinde. Besonders hob er auch Hermann Opatz hervor, der für seine Verdienste bei der Mitwirkung in der örtlichen Lawinenkommission vor wenigen Tagen das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten erhalten hatte.

Seinen Bericht begann Heigenhauser mit den Zahlen zur Bevölkerung: Während die Zahl von 2375 mit Erst- und 675 Personen mit Zweitwohnsitz in Reit im Winkl relativ konstant blieb, stieg die Zahl der Geburten wieder deutlich an: Waren dies im Jahr 2012 nur acht Geburten, so stieg diese Anzahl im Vorjahr auf 14. »Es wäre erfreulich, wenn dies eine Trendumkehr markieren würde«, so der Bürgermeister.

Ausführlich dargelegt wurden im Anschluss wesentliche Daten aus dem Gesamthaushalt, dieser fiel 2013 mit insgesamt 13 079 271 Euro um etwa vier Prozent niedriger aus als im Jahr zuvor. Herbe Kritik übte der Rathauschef bei der Kreisumlage, diese stieg im vergangenen Jahr um 20 Prozent an, weswegen die Gemeinde derzeit 1 072 000 Euro an den Landkreis abführen muss. Auch für 2014 sei ein Anstieg zu erwarten, dann um 110 000 Euro, »sodass die Gemeinde Reit im Winkl nun jeden Monat annähernd 100 000 Euro aus ihren Steuermitteln an den Landkreis abführt«, so Heigenhauser.

In einem weiteren Thema wurde die Rücklagensituation der Wasserversorgung angesprochen. Hier weise die Bilanz mittlerweile ein Minus aus. Dies käme im Wesentlichen daher, dass mit der Stilllegung des Dorfliftes auch ein großer Wasserabnehmer weggefallen sei. Große Wassermengen wurden dort für die künstliche Beschneiung benötigt. Für den 1. Juli 2014 kündigte Heigenhauser für die Anschlussnehmer neue Gebühren an, die etwas höher liegen dürften, um das entstandene Defizit auszugleichen.

Knapp 150 000 Euro mehr – also insgesamt 3 164 000 Euro – hat die Gemeinde Reit im Winkl im vergangenen Jahr für Investitionen im Bereich Tourismus ausgegeben. Dass hier immer wieder Handlungsbedarf besteht, zeige sich auch in den ständig wechselnden Entwicklungen, so Heigenhauser. Er nannte dazu auch konkrete, statistische Zahlen, die diesen Trend aufgreifen. So steigen zwar die Gästezahlen an (im Vorjahr ein Plus von 3,4 Prozent), die durchschnittliche Aufenthaltsdauer würde aber deutlich zurückgehen (von 6,2 auf 5,8 Tage).

Als sehr erfolgreich habe sich die Zimmervermittlung via Internet erwiesen. Hier habe die Tourist-Info verstärkt auf eine neue Plattform gesetzt, und diese mit speziellen Schulungen auch vielen Vermietern nahegebracht. Mittlerweile würden über 45 000 Übernachtungen online gebucht. Damit sei Reit im Winkl absoluter Spitzenreiter in der Region. ost

Mehr aus der Stadt Traunstein