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Reit im Winkl lebens- und liebenswert erhalten

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Reit im Winkl. Sichtlich erfreut zeigte sich der CSU-Ortsvorsitzende Martin Wilhelm über den voll besetzten Raum bei der Wahlversammlung mit den Gemeinderatskandidaten und CSU-Landratskandidat Siegfried Walch.


Die örtlichen Kandidaten seien fest verwurzelt und aktiv im Ort, für jeden stehe das Wohl Reit im Winkls an erster Stelle, so Wilhelm. Bewährtes zu erhalten, aber sich auch der Zukunft nicht zu verschließen, um Reit im Winkl lebens- und liebenswert zu erhalten, müsse die Aufgabe der Kommunalpolitik sein. Der Tourismus als Haupterwerbszweig, aber auch ortsansässiges Handwerk oder der Handel und nicht zuletzt die Landwirtschaft seien zu unterstützen. Man dürfe im Angesicht des demografischen Wandels auch nicht übersehen, junge Familien zu binden und sie zu motivieren, sich in ein aktives Dorfgeschehen einzubinden. Überörtliche Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, aber auch auf Landkreisebene werde immer wichtiger für die ländliche Struktur.

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Im Anschluss berichtete 2. Bürgermeister Andreas Heigenhauser von den erreichten Zielen der vergangenen Jahre. An erster Stelle stand der Abbau von rund 4 Millionen Euro Schulden, der Aufbau von Rücklagen von rund einer Million Euro, und das bei Investitionen von etwa 9 Millionen Euro, das könne sich sehen lassen. Daneben gelang es, eine eigene Trinkwasserversorgung zu errichten – dank der Bevölkerung, die einen Verbesserungsbeitrag zahlte, um die Gemeinde von einer Neuverschuldung zu verschonen.

Neben der guten Zusammenarbeit im Gemeinderat hatte man neben der sehr gut funktionierenden Gemeindeverwaltung auch an der ein oder anderen Stelle das Glück, Zuschüsse für die Schule oder den Hochwasserschutz zu erhalten. Die Kindertagesstätte wurde pünktlich gebaut, die Mittagsbetreuung ausgebaut. »Viel ist geschehen, es darf kein Ausruhen geben, es gibt keinen Anlass, sich in der Zukunft zurückzulehnen«, so Heigenhauser.

Gemeinderat Matthias Schlechter gab einen Ausblick auf die Ziele und das Programm, aus dem er einige Punkte hervorhob. Er würdigte die Leistungsträger am Ort, also Vermieter, Gastronomen, Handwerker oder Händler. Die Gemeinde könne nur Rahmenbedingungen vorgeben, den Ort funktionieren lassen könnten nur die Leistungsträger. Weiter müsse der sorgfältige Umgang mit den Kommunalfinanzen eine tragende Säule der Gremiumsarbeit sein. Sinnvolle, gut überlegte Investitionen bei weiterhin konsequentem Schuldenabbau sicherten so die weitere Handlungsfähigkeit der Kommune.

Bei der Dorfentwicklung seien auch in Zukunft alle gefragt. Vereins- und Ehrenamtsarbeit seien die Stützen der Gesellschaft, sie wertzuschätzen sei Aufgabe aller. Mit der weiteren Förderung von Familienansiedlung sei dem Bevölkerungsschwund entgegenzutreten, so Schlechter weiter. Über die Ausweisung von Bauland hinaus wolle der Ortsverband auch den Kauf von Bestandsimmobilien fördern.

CSU-Landratskandidat Siegfried Walch sagte, als Inzeller wisse er um den Stellenwert des Tourismus in den südlichen Landkreisgemeinden mit Tausenden von Arbeitsplätzen. Sein Bekenntnis zu den Kreisaltenheimen und zum Erhalt der Kreiskliniken in kommunaler Hand fand großen Beifall. Darüber hinaus forderte er eine konstruktive Wirtschaftspolitik, die der Abwanderung junger Fachkräfte mit mehr Arbeitsplätzen entgegenwirken solle. Über all dem stehe die weitere Konsolidierung des Kreishaushalts mit Vermeidung von Neuverschuldung, Abbau von Schulden als zentrale Aufgaben des neuen Landrats und des neuen Kreistags. Im Anschluss stellten sich noch die regionalen Kreistagskandidaten vor.

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