weather-image
20°

Reit im Winkl bleibt Leader-Mitglied

0.0
0.0

Reit im Winkl. Der Reit im Winkler Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung entschieden, Mitglied in der Leader-Aktionsgruppe (LAG) Chiemgauer Alpen zu bleiben. Seit 2007 ist die Kommune Mitglied. Die erste Konzeptphase geht nun zu Ende. In der zweiten Konzeptphase – sie wird bis 2020 dauern – ist Reit im Winkl wieder mit dabei. Dafür votierte der Gemeinderat einstimmig.


Der Geschäftsführer der Aktionsgruppe, Kolja Zimmermann, blickte auf die vergangenen sechs Jahre zurück und gab einen Ausblick auf die Zukunft. Wie er informierte, verifiziert sich die Leader-Beteiligung zunächst in einem Jahresbeitrag, der sich künftig deutlich verringern soll: Musste die Gemeinde Reit im Winkl bislang jährlich 8000 Euro bezahlen, werde sich dieser Betrag in etwa halbieren, so Zimmermann. Die genaue Summe stünde aber noch nicht fest. Die Reduzierung rührt wesentlich daher, dass sich das Aktionsgebiet in den nächsten Jahren deutlich vergrößern wird: Statt bisher fünf Gemeinden werden es dann 13 sein.

Anzeige

Auswirkungen haben wird dies freilich auch dahingehend, dass die Bezuschussung einzelner lokaler Projekte niedriger ausfallen wird. »Dies ist zunächst bedauerlich«, wie dies Florian Weindl von der örtlichen Tourist-Info bewertete, »für uns lag und liegt aber ein ganz wichtiger Vorteil im intensiven Austausch der beteiligten Gemeinden.« Dabei werden in Absprache mit öffentlichen Behörden, mit land- und forstwirtschaftliche Stellen etwa oder Vertretern von Umweltschutzämtern gemeinsame Vorhaben initiiert und präzisiert.

Für Reit im Winkl hat dies in den vergangenen Jahren beispielsweise bewirkt, dass besonders reizvolle Wanderstrecken als »Premium-Wanderrouten« ausgewiesen worden sind. Diese Touren wurden von einem unabhängigen Institut anhand einer langen Liste von Kriterien zertifiziert. In diesem Zusammenhang konnte auch eine Brücke über die Lofer wiederhergestellt werden. Die Kosten wurden auch über die LAG finanziert, »für solche Programme erhalten wir von der EU rund 50 Prozent an Fördermitteln«, erklärte Geschäftsführer Zimmermann.

Und an dieser überregionalen Vereinigung will sich die Gemeinde neuerlich beteiligen – auch wenn längst nicht alle eingereichten Projekte gefördert werden konnten, wie der im vergangenen Jahr sanierte »Prügelweg«, ein Steig im Gebiet der Winklmoosalm, oder das ebenso voriges Jahr im Ortszentrum eingerichtete Mineralien-Museum.

Für die zweite Projektphase bis 2020 soll nun wieder ein genaues Konzept ausgearbeitet werden. Das soll unter anderem eine Antwort darauf geben, welche gemeinschaftliche touristische Richtung die 13 beteiligten Gemeinden verfolgen wollen. Auch den anteiligen Betrag für dieses Konzept von 1750 Euro bewilligte der Gemeinderat einstimmig. ost

Mehr aus der Stadt Traunstein