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Reinhard Gründer stellt im Museumscafé aus

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Landschaftsfotografien aus der Umgebung stellt Reinhard Gründer noch bis kommenden Sonntag im Museumscafé im Klaushäusl aus.

Grassau – Als Hobbyfotograf kann man Reinhard Gründer aus Rottau nicht bezeichnen, denn er fotografiert schon seit seiner Kindheit – und dies mit zunehmendem Erfolg. Einen kleinen Auszug aus seinem Schaffen kann noch bis 26. Oktober im Museumscafé am Klaushäusl besichtigen.


Reinhard Gründer, 1944 in Neuruppin geboren, flüchtete mit der Familie 1955 nach Hannover. Dort lernte er seinen Vater kennen, der ihn auch künstlerisch sehr geprägt habe. Schließlich fotografierte er mit der Kamera seines Vaters, und als sich dieser eine neue Kamera zulegen wollte, stand ihm Reinhard Gründer mit Sachverstand zur Seite.

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In Amerika erlernte er das Handwerk des Fotografen. Da dies aber nicht sein eigentlicher Beruf war, blieb die Fotografie stets doch nur ein Hobby. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Kaufmann, Mitglied der technischen Luftwaffe, Elektrotechniker und Vertriebsleiter verlor er nie den Blick durch den Sucher. Nun im Rentenalter bleibt ihm dafür etwas mehr Zeit. Der Liebe wegen verschlug es ihn nach Bayern, wobei ihn sein Lebensweg immer weiter Richtung Chiemgau führte. In Rottau fühlt er sich nun zu Hause.

Gründer fotografiert aus seiner eigenen Perspektive und ist mit den Motiven sehr wählerisch. »Ich bin auf der einen Seite Realist und auf der anderen ein Träumer«, sagt er. Das wird auch in seinen Fotos deutlich. Der Realist kommt bei der Technik und der Belichtung zum Tragen, der Romantiker vor allem in den Motiven. Gründer ist aber auch ein hervorragender Beobachter und geduldig genug, auf den »perfekten Schuss« zu warten. Impressionen sind für ihn wichtig und so macht er sich auch einmal frühmorgens auf den Weg.

»Das Wichtigste am Bild ist nicht der Wert der Kamera, sondern das Auge des Fotografen«, betont Gründer. Eines der 25 ausgestellten Bilder stammt aus dem Jahr 1963. Es zeigt eine Frau im Tunnel, die durch den Lichteinfall am Ende des Tunnels nur schemenhaft zu erkennen ist. Mit diesem Foto hat Gründer 1963 auf der Ingenieurs-Schule den zweiten Preis bei einem Fotowettbewerb gewonnen. Zu sehen sind zudem eine Wolkenlandschaft, verschiedene Blumen, wie etwa eine Orchidee auf schwarzem Hintergrund. Interessant ist auch das Foto »Landeanflug«, wobei der Fokus auf Insekten ruht. Auch Spiegelungen haben es Gründer angetan. Geöffnet ist das Museumscafé täglich von 11 bis 17 Uhr, außer montags. tb