weather-image
22°

Reifenplatzer mit Folgen

3.0
3.0

Anger – Ein Reifenplatzer auf der Autobahn hatte weitere Folgen für einen 41-Jährigen. Sein Fahrzeuggespann war fast doppelt so schwer beladen, wie eigentlich erlaubt. Der Mann wurde angezeigt.


Mitarbeiter der Autobahnmeisterei hatten am Donnerstag die Polizei verständigt, da an einem bulgarischen Gespann kurz vor der Behelfsausfahrt Anger ein Reifen geplatzt und das Fahrzeug auf dem rechten Fahrstreifen liegen geblieben war. Beim Eintreffen der Beamten wechselte der 41-jährige Fahrer bereits den kaputten Reifen. Das gestaltete sich allerdings als äußerst aufwändig, da die drei mitgeführten Wagenheber für ein vollständiges Anheben der betroffenen Hinterachse des Sprinters zu klein waren.

Anzeige

Beim Blick in den Laderaum, der mit Holzplatten befüllt war, hatten die Beamten außerdem den Verdacht, dass das Fahrzeug überladen ist. Auch der Lieferwagen, der auf dem Anhänger befördert wurde, schien zu schwer beladen zu sein.

Als der Reifen schließlich doch noch gewechselt werden konnte, gab es beim Ablassen des Sprinters gleich das nächste Problem: Auch im neuen Reifen war zu wenig Luft. Die Streife lotste das Gespann deshalb an der Behelfsausfahrt im Schritttempo von der Autobahn zu einer Tankstelle, wo der Reifen aufgepumpt wurde.

Ausgelöst wurde die Reifenpanne wohl, weil das Gespann zu schwer war, deshalb ging es im Schritttempo weiter zu einer Waage. Dabei zeigte sich, dass das Gespann rund 60 Prozent zu schwer beladen war. Der 41-Jährige durfte nicht mehr weiterfahren. Er wurde angezeigt.

Zur Sicherung des Bußgeldverfahrens durfte der Fahrer knapp 500 Euro hinterlegen. Außerdem musste er sich um das Umladen und Sichern seiner Fracht kümmern, das von der Verkehrspolizei überwacht wurde. fb