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Reichlich Baugrundstücke in Waging

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Im Anschluss an die jetzige Siedlung wird in Otting eine rund 20 000 Quadratmeter große Baufläche ausgewiesen – bis hin zum Sportplatzgelände (im Hintergrund). (Foto: H. Eder)

Waging am See. Die Freien Wähler haben mit ihrer Versammlung »Wo weadn baut in Waging am See?« rund 70 Besucher ins Gasthaus Oberwirt in Otting gelockt. In der Marktgemeinde werden in den nächsten Jahren wieder zahlreiche Bauparzellen im relativ günstigen Einheimischenmodell abgegeben, berichtete Bürgermeister Herbert Häusl. Er sei froh, dass nach vielen Jahren der Verhandlungen, auch mit der Kirche, in allen Ortsteilen wieder gebaut werden könne.


Um ein Grundstück im Einheimischenmodell bekommen zu können, müsse der Bewerber einige Kriterien erfüllen, über die der Bürgermeister informierte. Derzeit gebe es 45 Bewerber, sodass wohl in kurzer Zeit alle noch zur Verfügung stehenden Bauplätze vergeben sein werden, meinte Häusl. Die Gemeinde habe bereits andere Flächen gekauft, über die er sich aber noch nicht äußern wollte.

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Gemeinderat Martin Dandl stellte fest, dass in Waging in den letzten zwei, drei Jahren »nichts mehr gegangen sei mit dem Einheimischenmodell«. Er freue sich, dass endlich wieder über Baugebiete geredet werde. Er glaube, dass man in Waging mit Augenmaß und sinnvoll mit den Flächen umgehe.

Eine Besonderheit sei das Gebiet in Otting, das an den Sportplatz angrenze, denn wer hier bauen will, der muss ab und zu mit »Sportlerlärm« rechnen. Das sollte man verkraften und dazu noch einmal im Jahr das Bierzelt. Die Anwohner müssten, so scherzte Dandl, »den kurzen Weg zum Bierzelt positiver sehen als einmal im Jahr den Lärm«.

Gemeinderat Ludwig Kleißl, aus dessen Feder die meisten Bebauungspläne stammen, stellte die einzelnen Gebiete vor. Als erstes könne man in Waging-Westend und in Nirnharting bauen. Hier könnten die Erschließungsarbeiten eventuell sogar noch heuer beginnen, und nächstes Jahr könne dann gebaut werden. Bei allen anderen Gebieten würden die Erschließungsarbeiten wohl erst nächstes Jahr losgehen.

Ludwig Kleißl stellte die Baugebiete vor. Die Fläche in Nirnharting ist 21 600 Quadratmeter groß, davon 13 000 Quadratmeter für Baugrundstücke, elf Parzellen für Einzel- und zwei für Doppelhäuser; Preis: 75 Euro plus Erschließung. Die Fläche an der Westendstraße ist 6340 Quadratmeter groß, davon 4940 für Baugrundstücke, fünf Parzellen für Einzel- und vier für Doppelhäuser; Preis: 95 Euro pro Quadratmeter Doppelhaus- beziehungsweise 110 Euro für Einzelhausgrundstücke, zuzüglich Erschließung rund 30 Euro pro Quadratmeter.

10 000 Quadratmeter groß ist die Fläche an der Römerleiten-Nord II. Davon sind 7400 für Baugrundstücke, neun Parzellen werden über die Gemeinde verkauft, zwei privat vom Grundbesitzer; Preis: 130 Euro, zuzüglich Erschließung (wegen der Oberflächenentwässerung wohl an die 40 Euro pro Quadratmeter). An der Geppinger Straße wird ein 7200 Quadratmeter großes Grundstück ausgewiesen, davon 6620 m² für Baugrundstücke, neun Parzellen für Einzel-, zwei für Doppelhäuser. Sechs Einzel- und zwei Doppelhausparzellen sind nur auf Erbpachtbasis zu haben: Erbpachtzins vier Euro pro Quadratmeter

Von den 23 500 Quadratmeter in Otting sind 15 800 Baugrund, 24 Parzellen. Erschlossen werden im ersten Bauabschnitt 11 000 Quadratmeter für zwölf Bauparzellen. Erbpachtzins 2,50 Euro pro Quadratmeter. Zum Sportplatz hin ist ein Wall als Schallschutz geplant.

Nach der Vorstellung der Baugebiete referierten Markus Eich von der Firma Schlagmann über energetisches Bauen und Christian Wengler von der VR-Bank über Möglichkeiten der Finanzierung. he