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Rehwildabschuss soll erhöht werden

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Waging am See. In der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Tettenhausen war erstmals von Problemen mit Wildverbiss zu hören. Nach dem Bericht des Jagd-vorstehers Johann Rehrl war darüber sogar ein Gerichtsverfahren anhängig. Auch als Folge davon soll der Abschuss im Einvernehmen mit den Jagdpächtern erhöht werden.


Die Termine im vergangenen Jahr hingen überwiegend mit dem Wildverbiss bei einem Jagdgenossen zusammen. Der von einem Gutachter festgestellte Verbissschaden sei von der Jagdgenossenschaft bezahlt worden. Bezüglich der wesentlich höheren Gutachterkosten habe man beim Amtsgericht einen Vergleich geschlossen. Wegen verspäteter Bearbeitung der Angelegenheit hatte sich die Gemeinde überdies bereit erklärt, die dadurch entstandenen Kosten für die Jagdgenossenschaft zu übernehmen.

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Nach den Worten von Johann Rehrl sei inzwischen eine Vereinbarung mit dem betreffenden Jagdgenossen zustande gekommen, wonach für den schon wieder entstandenen Verbissschaden keine Entschädigung verlangt werde, wenn es Nachpflanzungen und Einzelschutzmaßnahmen sowie eine stärkere Bejagung gebe. Jagdpächter Martin Obermayer ergänzte dazu, dass dieser Waldbesitzer im letzten Jahr Verbissschutzmaßnahmen abgelehnt habe.

Dem Bericht von Kassier Herbert Vordermayer war zu entnehmen, dass sich der Kassenbestand wegen der im letzten Jahr durchgeführten Anschaffung einer Kehrmaschine um rund 1000 Euro verringert habe. Wie aus Kreisen der Jagdgenossen zu hören war, werde diese Maschine stark eingesetzt. Zur Verwendung des Jagdpachtertrags schlug Jagdvorsteher Rehrl angesichts des geringen Kassenbestandes vor, das Geld in der Kasse zu belassen, was ohne Gegenstimmen beschlossen wurde.

Rehrl berichtete weiter, dass der festgesetzte Rehwildabschuss von 108 Tieren in den letzten drei Jahren voll erfüllt worden sei. So seien im letzten Jahr neben 36 Rehen auch 16 Hasen, fünf Fasane, sieben Füchse sowie zahlreiche Raubvögel erlegt worden. Angesichts der aktuellen Verbissproblematik habe man sich ferner mit den Jagdpächtern verständigt, dem Landratsamt eine Erhöhung des jährlichen Rehwildabschusses um zwei Stück vorzuschlagen. Hierzu gab es keine Einwände aus der Versammlung.

Jagdpächter Martin Obermayer appellierte an die Landwirte, das Mähen ihrer Wiesen in der zweiten Junihälfte den Jägern anzukündigen und stellte Markus Wörndl als neuen Jäger vor. Anton Huber gab bekannt, dass Gemeinderat Han-nes Obermayer der Feuerwehr für dieses Jahr einen Maibaum stiften möchte. Gemeinderat Obermayer meldete sich dann selbst zu Wort, überbrachte die Grüße der Marktgemeinde und meinte, der Wildbestand in Tettenhausen werde gut bewirtschaftet. aij