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Rehwild im Liebesrausch

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Von Mitte Juli bis Mitte August ist die Paarungszeit des Rehwilds. Im Liebesrausch treibt der Bock die brunftige Geiß quer durch Wald und Feld. Für Autofahrer ist in dieser Zeit besondere Vorsicht geboten.

Für das Rehwild ist ab Mitte Juli bis Mitte August die »heiße Phase«: Die Paarungszeit findet statt und macht das Rehwild blind vor Liebe. Für Autofahrer bedeutet dies: Vorsicht, es steigt die Gefahr eines Wildunfalls.


»Jetzt ist der Rehbock auch tagsüber unermüdlich hinter der Geiß her, die mit der Absonderung von Duftstoffen signalisiert, dass sie paarungsbereit ist«, sagt Sepp Haiker, Kreisvorsitzender der Jäger im Landkreis Traunstein. Der liebestolle Bock treibt die brunftige Geiß im Liebesreigen durch Wald und Feld. Bei hochsommerlichen Temperaturen ist er besonders aktiv. Untereinander liefern sich die Böcke heftige Rivalenkämpfe und Verfolgungsjagden.

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In den frühen Morgenstunden und in der Abenddämmerung ist das Wild besonders aktiv. Haiker appelliert daher an die Verkehrsteilnehmer, besonders vorsichtig zu fahren und speziell bei Fahrten durch den Wald, entlang von Hecken und Maisfelder den Fahrbahnrand im Auge zu behalten.

»Ein Reh kommt selten allein«, so Haiker. Meist folgt der Rehgeiß der Bock. Taucht ein Wildtier auf der Fahrbahn auf, sollte sofort abgeblendet und kontrolliert gebremst werden. Wenn ein Zusammenstoß nicht zu verhindern ist, sollte der Fahrer das Lenkrad gerade halten. Unkontrollierte Ausweichmanöver sind gefährlich. Bei einem Wildunfall muss sofort die nächste Polizeidienststelle verständigt werden. Haiker weiter: »Die Polizei informiert den zuständigen Jagdpächter, der sich mit seinem Hund auf die Suche nach dem verletzten Wild macht, um es schnell von seinem Leiden zu erlösen.«

Im vergangenen Jahr gab es auf Bayerns Straßen 62 983 Wildunfälle. 471 Personen wurden dabei verletzt, 69 schwer.