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Regionale Vielfalt lockte die Besucher

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Es werden wohl viele Tausend Besucher gewesen sein, die zum Bauern- und Handwerkermarkt nach Waging gekommen waren. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Eitel Sonnenschein im doppelten Sinn beim Bauern- und Handwerkermarkt am gestrigen Sonntag in Waging: Tatsächlich beschien freundlicher Sonnenschein die vielen Tausend Besucher, und die Freude darüber war groß, weil die Prognosen deutlich weniger freundlich gewesen waren.


So aber wurde dieser Markt, den nicht wenige als den schönsten im Jahreslauf bezeichnen, ein riesiger Erfolg und ein beeindruckendes Schaufenster all dessen, was die Region bietet: die Erzeugnisse von Feld und Garten, aus Stall und Wasser, wohlschmeckend verarbeitet, kunstvolle handwerkliche Erzeugnisse voller Fantasie und Kreativität, Backwaren in großer Vielfalt und vieles andere mehr. Das Ganze dekoriert mit einem Rahmenprogramm aus Musik und Gesang, mit Trachtentänzen und sportlichen Einlagen der Einradfahrer aus Otting.

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Eine besonders gesuchte Anlaufstelle war die »Schmankerlmeile«: Wirte und Erzeuger, die sich an den Genusswochen beteiligt haben, boten hier im Zelt in kleinen, aber gschmackigen Portionen all das feil, was sie auf ihrer Speisekarte haben. Und die Menschen ließen sich nicht zweimal bitten. Tourist-Info-Leiterin Eva Gruber, die von ihr wesentlich mitorganisierte Geschehen mit sichtlicher Freude beobachtete und ablichtete, hätte zu gern gewusst, wieviele Menschen zu diesem Angebot nach Waging gekommen waren – aber hier muss man sich wohl mit Schätzungen begnügen. So war jedenfalls das Zelt den ganzen Nachmittag über bestens besucht, und die Besucher genossen das sehr vielfältige Angebot.

Wer mehr auf süße Sachen aus war, hatte die Qual der Wahl. Gleich neben der »Schmankerlmeile« bot die Bäuerinnengemeinschaft vom Bauernmarkt, unterstützt von zahlreichen »Aushilfskräften«, Kaffee und Kuchen in großen Mengen an. Am anderen Ende des Marktes, gegenüber vom Gasthaus Egger, kamen die Ortsbäuerinnen der BBV-Verbände rund um den See kaum nach mit der Produktion ihres Schmalzgebackenen. Auch die ortsansässigen Bäcker waren gut beschäftigt, die große Nachfrage nach ihren Leckereien zu befriedigen, vieles davon frisch gebacken. Außerdem zeigten auch die Aktivisten der Ökomodellregion ihre regionalen Produkte, darunter ganz neu das Hanfweckerl, das es etwa seit Jahresmitte gibt.

Und um all das herum, zusätzlich noch ergänzt von Brotzeitstanderln, zum Beispiel auch mit Fisch-Delikatessen, erstreckte sich das übrige Marktangebot in breiter Vielfalt: herbstliche Deko, viel Kunstvolles aus Holz, Schmuck, Gestricktes, Schafwollprodukte, Tee, Gewürze, Blumen. Schmied, Bortenflechterin, Besenbinder und andere Handwerker konnten mit ihren Aktivitäten auf viel Interesse zählen. Auch der bunte Kunstmarkt war, wie schon beim »Herbstzauber«, mit seinem vielfältigen Angebot aus Grafik, Literatur und Relikten aus dem einstigen Shop des Bajuwarenmuseums gut besucht.

Der St. Leonharder Orgelförderverein sammelt weiter fleißig Geld ein: Koch- und Backbücher, Holzdeko und Bosna sorgten dafür, dass es in der Kasse einmal mehr ordentlich klingelte. Und was wäre der Markt ohne den ansteckend sangesfreudigen Ernst Schusser vom Oberbayerischen Volksmusikarchiv. Er schaffte es, wie schon seit rund zwei Jahrzehnten, die Leute zum Mitsingen seiner Moritatenlieder anzustacheln. he