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Regen und Matsch beim Chiemsee Summer

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Beim Zeltaufbauen brauchten die Festival-Besucher, wie diese drei jungen Frauen aus der Nähe von Augsburg, vor allem eines: gute Nerven. (Fotos: Artes)
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Auf die Besucher warteten Schlamm und Regen. Wer Gummistiefel dabei hatte, bekam keine nassen Füße – wie diese jungen Leute, die auch schon die Einkäufe für das ganze Wochenende erledigt hatten.

Übersee. Man könnte fast schon sagen »Alle Jahre wieder...«, denn pünktlich zum Beginn des Chiemsee Summers am Mittwoch begann es zu regnen. Doch die Festival-Besucher ließen sich vom Wetter nicht unterkriegen und strömten schon in den frühen Morgenstunden nach Übersee: die einen in Gummistiefel und Regenhose, die anderen in Flipflops und Shorts.


Doch wer zum Chiemsee Summer wollte, brauchte starke Nerven. Schon in der Früh ging rund um Übersee gar nichts mehr – alle wollten zum Festivalgelände in Almau. Das lag vor allem daran, weil die Parkplätze und Campingflächen heuer erst am ersten Festivaltag geöffnet wurden und nicht, wie in den Vorjahren, bereits am Vortag.

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Zelte stehen auf aufgeweichten Wiesen

Auf der Autobahn staute sich der Verkehr am Vormittag in beide Richtungen kilometerweit zurück und auch auf den anderen Straßen nach Übersee ging aus allen Richtungen so gut wie gar nichts mehr. Da hieß es dann einfach im Auto warten, immerhin saß man dort im Trockenen. Wer auf einer der zahlreichen Camping-Flächen angekommen ist, auf den wartete zunächst einmal nur eins: total aufgeweichte Wiesen.

So ging es auch den Freundinnen Tamara, Jessica und Nadine aus der Nähe von Augsburg. Die drei waren am Mittwochmorgen angereist. Vom Stau auf der Autobahn waren sie noch verschont geblieben, da sie früh genug losgefahren waren. Die jungen Frauen – 20, 21 und 25 Jahre alt – sind heuer zum ersten Mal auf dem Chiemsee Summer. »Wir haben uns das alles anders vorgestellt, vor allem das Wetter hätte schöner sein können«, berichten die drei. »Wir saufen jetzt schon ab«, meinten sie lachend, während sie schon beim Zeltaufbau die ersten Regenmassen vom Dach schüttelten.

Aber die drei Festival-Besucherinnen haben sich fest vorgenommen, bis zum Schluss durchzuhalten. »Wir lassen uns die gute Laune nicht verderben und mit viel warmer Kleidung geht das schon«. Ihnen bleibt auch gar nichts anderes übrig: Sie freuen sich nämlich vor allem auf den Auftritt von Rapper Marteria. Aber der kommt erst am Sonntagabend. »Das Beste kommt zum Schluss, also halten wir durch« – ganz nach diesem Motto sagen die jungen Damen dem schlechten Wetter den Kampf an.

Drei große Zelte zum Aufwärmen

Eröffnet wurde das Festival am Mittwochnachmittag mit dem Auftritt der Überseer Blaskapelle auf der »Wilden Kaiser«-Bühne. Am Abend ging es dort mit Jennifer Rostock, Madsen und der amerikanischen Punk-Rockband Blink-182 weiter. Wem der Matsch und die kalten Temperaturen zu viel wurden, konnte sich in einem der drei großen Zelte auf dem Gelände die Zeit vertreiben und wieder aufwärmen. Dort traten am Mittwochabend Künstler wie Prinz Pi oder Fritz Kalkbrenner auf.

Am heutigen Donnerstag geht es mit heimischer Musik weiter: Neben der Mundwerk-Crew aus Traunstein steht auch die Blasmusik-Gruppe LaBrassBanda auf der Bühne und wird auf dem Festivalgelände für ordentliche Stimmung sorgen.

Zahlreiche Bilder vom Festival-Wochenende sind auf unserer Internetseite unter www.traunsteiner-tagblatt.de zu sehen und werden auch täglich aktualisiert. jar