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Regelmäßige Bürgersprechstunde in Marquartstein

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Marquartstein. In der konstituierenden Gemeinderatssitzung am Montag werden der neue Bürgermeister Andreas Scheck und der neue Gemeinderat ihre Arbeit aufnehmen. Bereits im Vorfeld berichtete Andreas Scheck in einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt, dass in der neuen Geschäftsordnung einige Neuerungen beschlossen werden sollen, die mit den Gemeinderäten bereits vorbesprochen wurden.


So solle die neue Geschäftsordnung die Möglichkeit beinhalten, die Gemeinderäte über elektronische Medien im Vorfeld zu informieren und mit Informationen zu den Tagesordnungspunkten zu versorgen. In Zukunft solle der Gemeinderat und nicht mehr allein der Bürgermeister über Personalfragen entscheiden, sagte Scheck.

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An Ausschüssen werde es nach der noch zu beschließenden Geschäftsordnung nur noch einen Bauausschuss und den gesetzlich vorgeschriebenen Rechnungsprüfungsausschuss geben, zu allen anderen Arbeitsbereichen aber Beiräte. Die Einberufung und Zusammensetzung eines solchen Gremiums sei wesentlich flexibler zu handhaben, informierte Scheck. Dazu könnten künftig auch Personen außerhalb des Gemeinderates einbezogen werden.

Neu möchte der neue Bürgermeister Andreas Scheck eine regelmäßige Bürgersprechstunde anbieten, die jeder Bürger auch unangemeldet in Anspruch nehmen kann. Sie soll ab Mittwoch, 7. Mai, jeweils von 16.30 bis 18.30 Uhr im Rathaus stattfinden.

In den Wochen nach der Wahl habe er sich mit Hilfe von Geschäftsleiter Florian Stephan einen ersten groben Überblick über die Lage in Marquartstein verschaffen können, berichtete Scheck. Einige der derzeit laufenden Projekte wie das Haus für Wasser und Musik, der Erlebnisbereich an der Tiroler Achen und der Bergwalderlebnispfad stünden kurz vor der der Fertigstellung. Demnächst finde die Eröffnung statt. Damit seien aber die Projekte für die Verwaltung noch lange nicht abgeschlossen, sagte Scheck. Zum Beispiel liege der Förderantrag für die seit mehr als einem Jahr fertiggestellte Fuß- und Radwegbrücke noch immer bei der Regierung.

Zu einem der dringendsten Probleme, dem Hochwasserschutz, informierte Scheck, dass das Ingenieurbüro Aquasoli aus Traunstein kürzlich das Ergebnis der ersten Konzeptstudie mit den Untersuchungen des Juni-Hochwassers von 2013 im Bereich Altmarquartstein und Freiweidach vorgelegt habe. Demnach haben sich mehrere Problembereiche überlagert: Hauptkomponenten seien die Ausuferungen der Tiroler Achen am Gränzmühl-Wehr, die ungelöste Binnenentwässerung im Vorlandbereich, teilweise nicht vorhandene Vorrichtungen, um die Ausströmung der Tiroler Ache ins Vorland über tief liegende Entwässerungsleitungen zu verhindern, außerdem die Ausuferungen des Söllgrabens oberhalb bebauter Bereiche.

Hier müsse ein Gesamtkonzept entwickelt werden, das die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Problemquellen berücksichtige, sagte, Scheck. Die Analyse wie auch die Planung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen würden sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Kurzfristig müssten deshalb einfache Lösungen gefunden werden, die bei einem erneuten Hochwasser die Auswirkungen zumindest eindämmen könnten, zum Beispiel durch die Instandsetzung des Söllgrabens und einem mobilen Wehr für die Straße an der Gränzmühle, so Scheck.

Abschließend betonte der neue Bürgermeister, dass er sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Bürgern und dem Gemeinderat freue und jederzeit für Vorschläge, aber auch Kritik ein offenes Ohr haben werde. gi