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Rege Nachfrage nach Zuchttieren in Traunstein

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Wie ein Profi präsentiert hier Magdalena Plenk aus Inzell den »Lexus«-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Hamberger in Riedering.

Traunstein – 67 Jungkühe und fünf Kühe wurden beim April-Markt für Zuchttiere in der Chiemgauhalle verkauft. Die exterieur- und leistungsstarken Jungkühe wurden für einen mittleren Versteigerungspreis von 1855 Euro verkauft. Für die Kühe lag der Preis bei 1960 Euro. Von den 16 gebotenen Zuchtstieren wurden zwei an Besamungsstationen verkauft. Die Preise für Zuchtstiere in den Natursprung bewegten sich zwischen 1500 und 2350 Euro bei einem durchschnittlichen Versteigerungspreis von 1877 Euro. Beim Kälbermarkt am Vortag wurden mittlere Auszahlungspreise von 6,20 Euro je Kilogramm Lebendgewicht für männliche Mastkälber und fast 4 Euro für weibliche Zuchtkälber erzielt.


Das Interesse der Besamungsstationen konzentrierte sich auf einen »Mammut«-Sohn des Züchters Christian Niederbuchner aus Nußdorf. Dieser Stier ist mit einem Gesamtzuchtwert von 130 und einem Milchwert von 120 vorgeschätzt. Damit ist er von 171 aktuellen Kandidaten des Stiers »Mammut« an fünfter Stelle nach Gesamtzuchtwert. Der Stier ist auch in den Fitness- und Exterieurmerkmalen positiv vorgeschätzt. Den Kaufpreis entscheidend beeinflusste jedoch das gute Exterieur der Mutter und vor allem der Großmutter des Stieres. Den Zuschlag für den Stier erhielt Andrea Hefner von der Besamungsstation in Neustadt.

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Mit einem »Lexus«-Sohn des Züchters Hubert Hamberger aus Riedering ging noch ein weiterer Stier in Besamungseinsatz. Die Besamungsstation Bayern Genetik ersteigerte diesen von Heinrich Plenk in Inzell aufgezogenen Stier aus einer »Rau«- Mutter für 3500 Euro. Die Mutter des Stiers, die Kuh »Maja«, wurde bei der Bundesfleckviehschau in Miesbach mit einem 1c Preis ausgezeichnet.

Die Nachfrage nach Kühen und Jungkühen war lebhaft. Die teuerste Jungkuh der Wertklasse 1 erzielte einen Versteigerungspreis von 2500 Euro. Züchter war Willi Siglreitmeier aus Übersee. Diese mittelrahmige, fundamentstarke »Wald-brand«-Tochter, ausgestattet mit einer hervorragenden Euteranlage, kommt dem derzeitigen Zuchtziel sehr nahe.

Die teuerste Jungkuh des Marktes stellte Christian Resch aus Abtsdorf. Auch bei dieser Kuh handelte sich um eine »Waldbrand«-Tochter mit 30,2 Kilogramm Milchleistung und einer Melkbarkeit von 2,8 Kilogramm Milch pro Minute. Beide Zuchtkühe wechseln in das Rosenheimer Zuchtgebiet. Mit einer »Zauber«-Tochter von Josef Kaiser wurde noch eine weitere Jungkuh der Wertklasse 2a für 2500 Euro verkauft. Ihre Milchleistung lag ebenfalls bei über 30 Kilogramm Milch. Bei 25 Jungkühen erfolgte der Zuschlag erst bei 2000 Euro und mehr. Nur vier Jungkühe erzielten weniger als 1400 Euro. 23 Zuchttiere fanden Käufer im Zuchtverbandsgebiet. 60 Zuchttiere gehen an bayerische Zuchtbetriebe oder werden über die Bayern-Genetik weiter verkauft. Ein Zuchtstier geht an einen hessischen Betrieb. 1 Kuh und 5 Jungkühe gehen nach Südtirol. Der nächste Markttermin für Kälber ist am Mittwoch. Die nächste Großviehversteigerung findet am Donnerstag, 21. Mai statt. fb

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