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»Referenzschule für Medienbildung«

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Staatliche Berufsschule II Traunstein ist »Referenzschule für Medienbildung«. Die entsprechende Urkunde überreichte Staatssekretär Bernd Sibler (links) bei einem Festakt in Dillingen an den stellvertretenden Schulleiter Helmut Götzinger.

Traunstein. Die Staatliche Berufsschule II Traunstein darf sich künftig »Referenzschulen für Medienbildung« in Bayern nennen. Die entsprechende Auszeichnung wurde von Kulturstaatssekretär Bernd Sibler verliehen.


30 bayerische Schulen aller Schularten erhielten im Rahmen eines Festaktes von Sibler das Prädikat »Referenzschule für Medienbildung«. Sie hatten sich in den vergangenen zwei Schuljahren zielgerichtet mit dem Thema Medienbildung auseinandergesetzt und ein überzeugendes schulinternes Konzept ausgearbeitet. »Die Schulen haben auf den Gebieten der Medienerziehung und Mediendidaktik Herausragendes geleistet«, betonte der Kulturstaatssekretär. »Ihre Arbeit ist ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu einer umfassenden Medienkompetenz an Bayerns Schulen.«

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Die neuen »Referenzschulen für Medienbildung« sind die ersten von derzeit 90 Schulen, die nach einem Bewerbungsprozess an dem medienpädagogischen Projekt teilgenommen und nun nach zwei Jahren den Status einer Referenzschule verliehen bekommen haben. Um das Prädikat zu erhalten, erarbeiten die Projektschulen über zwei Jahre einen Medienentwicklungsplan, der passgenau auf die jeweilige Schule und Jahrgangsstufe abgestimmt ist, und setzen diesen um. Dazu gehört ein fächerübergreifender Medien- und Methodenlehrplan, in dem beispielsweise beschrieben wird, in welcher Jahrgangsstufe sich die Schülerinnen und Schüler mit Methoden der Internetrecherche auseinandersetzen. Auch ein schulisches Ausstattungskonzept sowie ein Fortbildungsplan werden von den beteiligten Lehrkräften erstellt. Eng begleitet werden sie dabei vom Netzwerk der Medienpädagogisch-informationstechnischen Beratungslehrkräfte (MiBs) und durch Fortbildungen an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen. Die mitwirkenden Lehrkräfte werden vom Kultusministerium durch ein Stundenkontingent entlastet.

Seit dem Schuljahr 2010/2011 widmen sich jährlich rund 30 neue Schulen intensiv dem Thema Medienbildung. Als Multiplikatoren bringen sie weitere Schulen auf den Weg. »Im Schneeballsystem fördern wir so über einen Zeitraum von fünf Jahren sukzessive die Medienkompetenz als fächerübergreifendes Bildungsziel an unseren Schulen«, erklärte Staatssekretär Sibler. »Und wir tragen so dazu bei, unsere Schülerinnen und Schüler zu bewussten und kompetenten Nutzern der Medien zu erziehen.«