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Realschule bekommt neues Dach und Lichtkuppel

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Das Dach der Staatlichen Realschule Traunstein wird saniert; oben in der Mitte ist die neue Lichtkuppel zu erkennen. (Simulation: Lechner & Lechner)

Traunstein – Der Traunsteiner Kreisausschuss hat in seiner Sitzung einstimmig die Sanierung des Dachs an der Staatlichen Realschule in Traunstein gebilligt. Einschließlich eines großen Glasoberlichts über dem Lichthof sind dafür rund 2,12 Millionen Euro veranschlagt. »Seit einiger Zeit tritt an verschiedenen Stellen Wasser in das Gebäude ein«, berichtete Landrat Siegfried Walch (CSU).


Das Wasser trete dann sowohl durch die neue Schallschutzverkleidung an den Decken der Gänge als auch in verschiedenen Klassenzimmern aus. Zudem gelange Wasser durch die Fenster, besonders bei Schlag- und Starkregen. »Alleine dies ist ein untragbarer Zustand, darüber hinaus ist das Dach der Schule aber auch sehr schlecht isoliert.«

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Der Kreisausschuss hatte der Dachsanierung bereits vor über einem Jahr grundsätzlich zugestimmt und das Architekturbüro »Lechner & Lechner« aus Traunstein mit der Planung beauftragt. Im Dezember waren mehrere Varianten im Gremium vorgestellt worden, das sich für ein Flachdach entschied. Zusätzlich sollte die Option eines Glasoberlichts über dem Lichthof geprüft werden. Rasmus Dotzler vom Architekturbüro stellte gestern den derzeitigen Projektstand samt Kostenberechnung vor.

Demnach wird bei einem Flachdach ohne Oberlicht mit 1,85 Millionen Euro gerechnet, mit Oberlicht mit 2,04 Millionen Euro. Das Oberlicht sei eine bewährte, realisierbare Konstruktion, aber aufwändiger und dadurch teurer, verdeutlichte Dotzler. Auf der anderen Seite würden Entrauchung, Belichtung und Raumqualität in diesem zentralen Bereich der Schule verbessert. »Der Hof würde tatsächlich zu einem Lichthof, einem hellen Raum, der großzügig wirkt und ein neues Herzstück der Schule darstellen kann.«

Für Unwägbarkeiten durch mögliche Schadstoffe im Bestand oder längeren Bauablauf durch das Wetter und der Arbeiten während des laufenden Schulbetriebs empfahl Dotzler Rückstellungen von 80 000 Euro, sodass er die Gesamtkosten mit den eingangs erwähnten 2,12 Millionen Euro bezifferte. Man versuche, Kostenoptimierungen und Einsparungen zu finden, versicherte der Architekt, etwa bei der Baustelleneinrichtung und bei der Entwässerung, und werde alle möglichen Förderungen ausschöpfen. »Wir sind gut in der Planung und bereiten gerade die Ausschreibungen vor.« Ende des Schuljahres sollen die Arbeiten beginnen, im November will man mit der Dachsanierung schon fertig sein.

In der Diskussion regte Willi Geistanger (Grüne) an, die Installierung einer Fotovoltaikanlage zu prüfen, was Walch zusicherte.

Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD) sprach beim geplanten Foliendach von einem »unguten Gefühl«. Geneigte Dachvarianten habe man ebenfalls untersucht, sie seien aber fast 20 Prozent teurer, Klassenräume würden beschattet, die Belüftung eingeschränkt und Fluchtwege abgeschnitten. »Wir hätten alle lieber eine Dachschräge. Die ist aber nicht machbar, und so haben wir die nächstbeste Lösung gefunden«, fasste Landrat Walch zusammen. rse