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Rauschendes Fest zum 100-jährigen Jubiläum

Chieming. Seit 100 Jahren gibt es die Schützengesellschaft »Almarausch« Chieming. Dieses Jubiläum hat der Verein mit einem Kirchenzug, einem Festgottesdienst und einem Festakt im Chieminger Unterwirtssaal gefeiert. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Chieminger Blaskapelle mit Dirigent Hans Schnell.

In Anerkennung ihrer Verdienste für die Schützengesellschaft Chieming wurden geehrt: Helmut Stumhofer (vorne, von links), Peter Ramsperger, Stefan Reichelt, Marlene Hammerdinger, Christa und Ewald Enzinger; hinten, von links, Max Schrobenhauser, Horst Bott, Max Peteranderl und Bernhard Wagner. (Foto: Humm)

Erster Schützenmeister Helmut Stumhofer senior legte am Kriegerdenkmal bei der Chieminger Pfarrkirche in Gegenwart von Pfarrer Mathias Häusl und den 23 Fahnenabordnungen einen Kranz nieder. Im Mittelpunkt des Festes standen die Ehrungen verdienter Mitglieder, die Erster Gauschützenmeister Klaus Daiber gemeinsam mit Schützenmeister Stumhofer vornahm.

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Mit dem neuen Protektorabzeichen des Herzogs Franz von Bayern für Verdienste im Bayerischen Schützenwesen wurden Jugendwartin Marlene Hammerdinger, Erster Kassenwart Max Schrobenhauser und Schützenmeister Stumhofer geehrt. Die Verdienstnadel des Bezirks Oberbayern gab es für den EDV-Spezialisten Stefan Reichelt, Pistolenreferenten Peter Ramsperger und für Max Peteranderl.

Die Ehrennadel in Grün des Bayerischen Sportschützenbundes erhielten Vorstandsmitglied Christa Enzinger und Bernhard Wagner überreicht. Die Verdienstnadel, die »Silberne Gams« des Bezirks Oberbayern, bekam Erster Schriftführer Hans Bott und Ewald Enzinger.

Zudem übergab Gauvorstand Daiber an Stumhofer zur Erinnerung an das Jubiläum einen gravierten Zinnteller. Je eine bemalte Schützenscheibe erhielt der Festverein von den Patenvereinen aus Nußdorf und Bergen. Ihre Schützenmeister Marlene Tögel (Nußdorf) und der Bergner Hans Fleischer gratulierten zum gelungenen Fest und hoben die gute Kameradschaft hervor.

Daiber erinnerte in seiner Ansprache an die großen Sportschützenerfolge der Chieminger. Er sagte, Stumhofer war in den Jahren 1987, 1988 und 1990 Deutscher Meister mit dem Luftgewehr, 1978 Bayerischer Meister mit dem Kleinkalibergewehr im Liegendschießen und 1989 Deutscher Meister mit dem Kleinkaliber in der Disziplin Dreistellungskampf. Erfolgreich waren auch die Luftpistolen-Schützen des Vereins bei den Oberbayerischen Meisterschaften. Sabine Wastlhuber, geborene Ramsperger, belegte 1994 den 1. Platz und Peter Ramsperger machte es ihr 1997 in der Altersklasse nach. Zudem stellten die Chieminger Sportschützen mehrmals die Gauschützenkönige im Luftgewehr und mit der Luftpistole. Erfolgreich war auch der damals Jugendliche Max Schrobenhauser. Er war Deutscher Vizemeister mit der Jugendmannschaft 1982.

Der Festredner würdigte das große Engagement der Chieminger Schützen in seinem Gaubereich und erwähnte die bisherigen vier Gauschießen in Chieming mit fast 2800 Schützen. Er gab bekannt, dass in Chieming vom 22. mit 28. Oktober bereits das fünfte Gauschießen stattfinden wird.

Schirmherr und Bürgermeister Benno Graf respektierte das Bewusstsein des Vereins in der Treue zur Tradition, stellte die vorzügliche Jugendarbeit heraus und verwies auf das hochmoderne Schützenheim, das Dank des Engagements der Vorstandschaft in enger Zusammenarbeit mit Altbürgermeister Max Brunner seit dem Jahr 2002 ein Paradies für den Schützensport geworden ist.

Stumhofer ging auf die 100-jährige Geschichte des Vereins ein, erinnerte an das Gründungsjahr 1912 als der sportliche Schießbeginn im ehemaligen alten Unterwirt mit nur zwei Ständen begonnen hat. Er berichtete vom Umzug in den Neubau des Unterwirts 1971 in die dortigen Kellerräume mit Stüberl und acht Luftgewehrständen. Er würdigte das Engagement vom früheren Schützenmeister Hermann Schrobenhauser, der über 35 Jahre den »Almarausch-Schützenverein« von 1962 bis 1997 erfolgreich geführt hat. Der Schützenmeister erwähnte, dass 2002 in enger Zusammenarbeit mit Altbürgermeister Brunner ein neues Schützenheim am Sportplatz bei der Grund- und Mittelschule bezogen werden konnte. Die Schießstände sind modern ausgestattet. Für das anstehende Gauschießen sind 16 Stände vorhanden.

Stumhofer sagte, er übe das Amt des Ersten Schützenmeisters seit 1997 aus und erinnerte, dass sein Verein von 1977 bis 1994 mit dem zwischenzeitlich verstorbenen Hans Hammerdinger den Ersten Gauschützenmeister gestellt hatte.

Den aktuellen Mitgliederstand bezifferte er mit 138 Schützen. Bei den wöchentlichen Schießabenden sind meist mehr als 40 Schützen anwesend. Er bedankte sich bei Schriftführer Horst Bott für die Erstellung der Festschrift wie auch bei Festleiter Siegfried Engl. OH