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Raumprogramm für den neuen Bauhof beschlossen

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Im Rahmen der Genehmigung des Raumprogramms für den Neubau des Bauhofes hat sich der Bauausschuss dafür ausgesprochen, die bisherige Lagerhalle an der Kolpingstraße zu verkaufen und auf dem neuen Standort »Äugelwald« eine neue zu bauen. In der sogenannten »Schuhegger-Halle« gegenüber dem Wertstoffhof wird unter anderem das Streusalz für den Winter gelagert. (Foto: Rasch)

Traunreut. Der Hauptausschuss hat das Raumprogramm für den neuen Bauhof im Gewerbegebiet »Äugelwald« beschlossen. Die Größe des Neubaus mit geschätzten Baukosten von etwa 6,1 Millionen Euro bewegt sich bei rund 6000 Quadratmetern und lehnt sich den Flächen des jetzigen Bauhofes an. Bei der von der Bauhofleitung und der Verwaltung ermittelten Quadratmeterzahl handelt es sich um reine Flächenangaben, die dem noch zu ermittelnden Architekten als Vorgabe mitgegeben werden sollen.


Bei den Werkstätten geht man von insgesamt 2000 Quadratmetern aus, für die Garagen wurden etwa 1700 Quadratmeter ermittelt und für ein überdachtes Holzlager und eine Splittbox 500 bzw. 80 Quadratmeter. Hinzu kommen noch etwa 370 Quadratmeter für die Verwaltung und rund 1200 Quadratmeter für den Ersatz der Lagerhalle an der Kolpingstraße gegenüber dem Wertstoffhof. Wie es hieß, sei der Wunsch des Bauhofpersonals, die Lagerhalle zu verlegen, dem Stadtrat bei der Standortwahl für das Gewerbegebiet »Äugelwald« bereits bekannt gewesen. Nach Ansicht von Bauhofleiter Josef Bernhofer sollte alles unter einem Dach vereint werden. Es mache keinen Sinn, die Lagerhalle, in der unter anderem auch der Streusalz-Vorrat vorgehalten werde, räumlich zu trennen, sagte Bernhofer in der Sitzung. »Das wäre vom Ablauf her total unpraktisch«, betonte er und regte an, die Halle gleich mit zu bauen und die alte Halle so schnell wie möglich zu veräußern.

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Während Reinhold Schroll (CSU) anregte, die bisherige Halle so lange zu nutzen und diese nicht vorzeitig billig zu veräußern, plädierte Ernst Ziegler (SPD) dafür, »keine halben Sachen zu machen« und die Halle konsequent zu verkaufen. Dem Wunsch des Bauhofes wurde aber letztendlich stattgegeben. Um Kosten zu sparen, regte Heinz Dlugosch (CSU) eine kompakte Bauweise an; beispielsweise könne man die Büros im ersten Stock unterbringen.

Bürgermeister Franz Parzinger (CSU) stellte heraus, dass die Stadt, was die Einwohnerzahl betreffe, zwar nicht wachse, die Aufgaben des Bauhofes aber nicht weniger werden. Unter anderem erwähnte er die Ausweisung von Bauland und Gewerbeflächen und die Pflege von Grünflächen. Ohne die Unterstützung des Bauhofes wären auch Großveranstaltungen wie das Stadtfest oder der Stadtlauf, die gleichzeitig zum positiven Image mit betragen würden, nicht möglich. »Das geht nur, wenn der Bauhof entsprechend ausgestattet ist«, so Parzinger. Detaillierte Kosten liegen bislang noch nicht vor. Nach Angaben der Verwaltung ist aber von einer Bausumme in Höhe von circa 6,1 Millionen Euro auszugehen. Laut einstimmigem Beschluss, der vom Stadtrat aber noch abgesegnet werden muss, sollen für das Bauvorhaben im Haushalt 2013 zunächst zwei Millionen Euro eingestellt werden und bis zum Vorliegen der Kostenschätzung, im Finanzplan 2014 und 2015 weitere vier Millionen Euro.

Ursprünglich war geplant, den neuen Bauhof an der Ecke Porschestraße/Kolpingstraße zu realisieren. Nachdem aber die Polizei Interesse an dem Grundstück für die sogenannten Operativen Ergänzungsdienste Traunstein anmeldet hatte, entschied sich der Stadtrat für den Bauhof-Standort im neuen Gewerbegebiet »Äugelwald«. Der grundsätzlichen Entscheidung, den Bauhof neu zu bauen, ging ein Sanierungsgutachten des jetzigen Bauhofes aus. Die Sanierung hätte laut diesem Gutachten bei knapp vier Millionen Euro gelegen und damit nur knapp unter den damals geschätzten Kosten für einen Neubau gelegen.

Wann mit dem Neubau begonnen werden soll, darüber wurde in der Sitzung nicht gesprochen. Zunächst muss erst ein Architekt für die Planung beauftragt und das Verfahren in die Wege geleitet werden. Es ist aber davon auszugehen, dass mit der Baumaßnahme im Spätherbst nächsten Jahres begonnen werden kann. ga