weather-image
16°

Raumnot macht Handeln nötig

3.0
3.0

Surberg – Aufgrund der zunehmenden Nachfrage hat der Surberger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung Beschlüsse zur Neugestaltung der Kinderkrippe, Erweiterung der Kindertagesstätte und weiteren Gestaltung des Waldkindergartens gefasst.


Die Neuanmeldungen für die Kinderkrippe machen es notwendig, den vorhandenen Raum an der Südwestseite in einen Krippenraum umzubauen. Laut Bürgermeister Josef Wimmer ist geplant, zwei zusätzliche Fenster an der Südseite einzubauen, die Heizungs- und Sanitärrohre abzukoffern und einen Korkboden zu verlegen. Die dazu notwendigen Mittel von rund 15 000 Euro sind im Nachtragshaushalt 2016 bereitzustellen, beschloss der Gemeinderat.

Anzeige

Auch die Anforderungen an eine Kindertagesstätte würden von Jahr zu Jahr größer, so das Gemeindeoberhaupt. Mit einem Konzept soll daher langfristig sichergestellt werden, dass diese hohen Anforderungen erfüllt und die notwendigen Räume geschaffen werden. Laut Wimmer sind keine geeigneten Räume für die Ausgabe des Mittagsessens sowie für die jetzige Größe der Einrichtung kein geeigneter Hauswirtschaftsraum für Waschmaschine, Trockner und so weiter vorhanden. Für die rund 20 Mitarbeiter gibt es nur eine Küche mit vier Plätzen. Zudem fehlt ein geeignetes Elternsprechzimmer.

Der Gemeinderat beschloss daher, die Verwaltung zu beauftragen, die Möglichkeiten für einen Ausbau mit dem Bauamt und dem Jugendamt des Landratsamts sowie mit dem Zuschussgeber zu prüfen. Die Ergebnisse sollen dann dem Gemeinderat zur weiteren Beratung vorgelegt werden.

Außerdem habe beim Waldkindergarten die Anmeldung für das Kindergartenjahr 2016/2017 ergeben, dass nicht alle angemeldeten Kinder in der gemeindlichen Einrichtung einen Platz fänden, so der Bürgermeister. Für eine mögliche Waldgruppe seien 15 Kinder angemeldet worden. »Somit müssten für eine weitere Waldgruppe die räumlichen Voraussetzungen am vorhandenen Standort geschaffen werden«, sagte Wimmer. Er schlug zunächst für ein Jahr eine mobile Lösung mit einem Bauwagen oder Container vor. Sollte sich die weitere Gruppe dauerhaft etablieren, müsste man nach einer anderen Möglichkeit schauen. Die Gemeinderäte beauftragten die Verwaltung, entsprechende Angebote einzuholen.

Einstimmigkeit herrschte auch beim Grundsatzbeschluss über die Anschaffung eines neuen Neunsitzers zur Schülerbeförderung ab dem kommenden Schuljahr. Der bisherige Neunsitzer soll ab September als Rufbus im Modell Surberg eingesetzt werden. Der Sozialausschuss werde sich Ende Mai mit dem Thema »Rufbus« beschäftigen, kündigte der Bürgermeister an.

In einem Antrag an die Gemeinde hatten die Anlieger des Mooswegs beim Kindergarten eine Erleichterung des Parkens, die Entfernung des absoluten Halteverbots, eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h und den Einbau einer Bremsschwelle gefordert. Daraufhin hielt die Gemeinde mit der Unteren Verkehrsbehörde vor Ort eine Verkehrsschau ab. Aufgrund des Ergebnisses der Verkehrsschau und der Stellungnahme der Unteren Verkehrsbehörde sah die Gemeinde jedoch keine Veranlassung, die von den Anliegern vorgetragenen Wünsche beziehungsweise Forderungen zu erfüllen. Lediglich dem Wunsch, dass auch außerhalb der Kindergartenzeit geparkt werden darf, wurde entsprochen.

Der Gemeinderat beschloss, dass von April bis Oktober das Parkverbot für die Zeit von 17 bis 7 Uhr aufgehoben wird. Der Bürgermeister betonte, dass die Gemeinde es probiere. Wenn es nicht funktioniere und auch außerhalb dieser Zeiten geparkt werde, werde man die Regelung wieder rückgängig machen. Im Winter sei die Regelung wegen des Winterdiensts ohnehin nicht möglich.

Es gebe keinen erkennbaren Grund, die Geschwindigkeit zu reduzieren oder Bremsschwellen einzubauen, meinte Wimmer. Messungen hätten ergeben, dass 95 Prozent der Autofahrer auf dem Moosweg mit weniger als 30 km/h fahren würden. Eine Bremsschwelle sorge wegen des Bremsens und Anfahrens am Berg für zusätzlichen Lärm.

Weiter gab der Rathauschef bekannt, dass die Arbeiten zur Erneuerung der Brücke über die Sur nach Wiesen an die Firma Plereiter in Inzell für rund 56 500 Euro vergeben worden ist. Im Zuge der Sanierungsarbeiten zur Beseitigung von Hochwasserschäden, besonders im Kohlgraben, hat sich herausgestellt, dass die wesentlich höher waren als ursprünglich angenommen. »Die Kosten erhöhen sich von 66 200 Euro auf circa 120 000 Euro. Die höheren Kosten werden beim Zuschussgeber mit Begründung geltend gemacht, um eventuell eine höhere Förderung zu erlangen«, sagte Wimmer.

Die Arbeiten für die Instandsetzung der Eisenbahnbrücke in Lauter wurden an die Firma N+R Betonsanierung in Traunstein für 182 000 Euro vergeben. Der Auftrag für das Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Surberg ging an die Daimler-Niederlassung München. Mit dem Ausbau des Mehrzweckfahrzeugs wurde die Firma Geidobler Fahrzeugtechnik beauftragt. Die Gesamtkosten betragen rund 107 000 Euro. Bjr